Informationsabend und Diskussion zum Erhalt
der St. Josefkirche in Othfresen

© Fotos und Bericht von Helmut Hohaus
Die Stühle reichten nicht aus: Etwa 105 Mitglieder der katholischen Kirchengemeinde St. Josef, darunter auch Ortsbürgermeister Bernd Möller, kamen zur Informationsveranstaltung zum Erhalt ihrer Kirche.

Die Kirchenvorstandsmitglieder Manfred Machunze und Thomas Guder informierten die Besucher über den bisherigen Ablauf zwecks Kirchenschließung. Nach der Nachricht im Februar 2008 vom Bistum Hildesheim, die Kirche zu schließen, wurde die Kirche in die Kategorie C 2 eingestuft. Dieses heißt: Ende 2013 wird die Kirche in Othfresen geschlossen. Nach mehreren Gesprächen mit dem Bistum und dem Kirchenvorstand wurde Ende August ein Antrag in Hildesheim gestellt, Othfresen in die Kategorie C 1 zu stufen.

Dieses würde bedeuten, dass dies Kirche nicht geschlossen wird, aber die Gemeinde müsste dann die Unterhaltung selbst tragen. In diesem Jahr liegen die Kosten bei etwa 13.400 Euro, davon allein sind 6600 Euro an Energiekosten. Durch ehrenamtliche Tätigkeiten könnte die Küstertätigkeit, Reinigung und Pflege der Kirche und des Pfarrheimes übernommen werden. Damit bleibt immer noch ein Fehlbetrag von etwa 5000 Euro über.

„Nach dem Krieg haben wir für unsere Kirche gesammelt und immer wieder gespendet, sowie viel Handarbeit angelegt und für viele ist St. Josef Kirche ein Stück Heimat geworden“, so Thomas Guder.

Othfresen ist eine lebendige Gemeinde, dieses wurde am Abend noch einmal deutlich gemacht. Mit etwa 80 bis 120 Gottesdienstbesuchern, eine sehr aktive Frauengemeinschaft, eine flotte Kolpingsfamilie, 31 Kinder bei der Sternsingeraktion, 14 Messdienern und Beteiligung am aktiven Dorfleben wurden viele positive Argumente vorgetragen.

Es gab aber auch andere Fragen: Was passiert mit dem Pfarrhaus?

Soll es verkauft oder vermietet werden? Haben wir genug Priester? Kann im Winter nicht der Gottesdienst im Pfarrheim gefeiert werden, um Heizungskosten zu sparen? Eine Frage die schnell beantwortet wurde, die Besucher passen nicht in das Pfarrheim und die Heizungsanlage der Kirche und des Pfarrheimes hängen zusammen.

„ Mir ist diese Kirche wichtig, wir müssen uns bald und möglichst alle entscheiden, sonst wird die Kirche geschlossen“, so Theresa Machunze, eine 22 - jährige, die sich sehr in der Gemeinde für die Jugendarbeit engagiert. Aus der Versammlung kam der Vorschlag, einen Förderverein zu gründen. „Wir müssen versuchen, viele Mitglieder in den Förderverein zu bekommen, ein monatlicher Beitrag von drei bis fünf Euro ist sicherlich für jeden tragbar“, so Guder.

Auf mehreren Listen trugen sich sofort 81 Personen ein, um Mitglied im Förderverein zu werden. Die konstituierende Sitzung soll am Montag, 21. November, ab 19 Uhr im Pfarrheim stattfinden. Zu dieser Veranstaltung sind alle Interessenten aus der Gemeinde eingeladen.

Das Protokoll der Gründerversammlung und die Mitgliederliste werde dann schnellstmöglich in Hildesheim vorgelegt. Sollte allerdings der Antrag der Othfresener beim Bischof kein Gehör finden, und die Kategorie C 2 bleibt, dann wären die heutigen Bemühungen umsonst.







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