Mit 1400 Pilgern unterwegs nach Etzelsbach

© Fotos und Bericht von Ulrich Schmalstieg
Eine große Sternwallfahrt war es: Von Osten, Westen, Norden und Süden kamen die Menschen: Gläubigen und viele, die einfach dabeisein wollten. Zum ersten Mal kam ein Papst ins katholische Eichsfeld, jenen Landstrich, der erst seit 1815 in Ober- und Untereichsfeld unterteilt wurde. Diese Grenze wurde ab 1961 als der "Eiserne Vorhang" sichtbar. Unüberwindbar, gesichert mit Minengürtel und Selbstschussanlagen. Als Papst Benedikt der XVI. ankündigte, dem Wallfahrtsort Etzelsbach einen Besuch abzustatten und dort eine Marienvesper zu feiern, war für die Eichsfelder klar: Da sind wir dabei! Da Bischof Norbert zu einer Fußwallfahrt von Duderstadt aus einlud, machte ich auch mit. Es war der Weg, den wir im sogenannten "kleinen Grenzverkehr" früher zu unserer Verwandtschaft zurücklegen mussten, ohne aber direkt zu ihren 'Heimatorten zu gelangen; die lagen in der Sperrzone (5 km). Über Teistungen - Berlingerode - nach Etzelsbach ging die Wanderroute, nicht weit von Böseckendort, dem Heimatdorf meines Vaters, das vor 50 mit ca 80 Personen in den Westen geflohen war. Der Pilgertag war ein Tag, an dem sich auf anrührende Weise die große Geschichte mit der "kleinen" Familiengeschichte verwoben.








































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