30. März 2018

#beimir

Dieser Hashtag ist das Motto des diesjährigen Jugendkreuzweges. In der Nacht vom Gründonnerstag haben Jugendliche erfahren: Jesus ist #beimir.

Von Marco Koch - Am Westwerk der St.-Jakobi-Kirche stehen 25 Leute und schauen gebannt auf einen Monitor. Ein Polizeiwagen auf Streife fährt vorbei. Von Weitem sind laute Stimmen zu hören, die immer näher kommen - drei junge Männer, wahrscheinlich auf dem Weg nach Hause oder in die nächste Kneipe. Aus einer Bar ist fröhliches Lachen zu hören. Es ist die Nacht vom Gründonnerstag auf den Karfreitag.

Für die Menschen auf der Straße und in den Bars ist es wohl ein ganz normaler Abend vor einem Feiertag. Am nächsten Morgen können sie ja ausschlafen. Für die 25 jungen Leute vor der Kirche ist es eine besondere Nacht. Gemeinsam hatten sie die Tradition des Sedermahls kennengelernt, das die Juden am Beginn des Pessachfestes feiern. Gemeinsam hatten sie in der Hl. Messe miterlebt, wie Jesus diesem Mahl eine neue Bedeutung gegeben hatte - beim letzten Abendmahl mit seinen Freunden - und wie er ihnen mit der Fußwaschung ein Beispiel gegeben hat, damit sie und auch wir ebenso handeln, wie er es getan hat.

Wie es ist, andere zu bedienen, aber auch bedient zu werden, damit beschäftigten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach dem einfachen Abendessen in vier Kleingruppen. Am Computer wurden Fotos gesucht, die davon erzählen, wie Einer einem Anderen dient. In diese Fotos wurde dann ein Jesus-Bild eingefügt: Wo und wie würde Jesus heute dienen?

Mit einem zweiten Bild wurde eine Kreuzweg-Station in den Blick genommen: Jesus "geht diesen Weg bis heute: mitten unter uns und mit uns zusammen. Sein Kreuzweg kreuzt unseren Alltag." #beimir - diese Botschaft erzählt vom Tod und von der Auferstehung Jesu und davon, dass dieser Weg auch mein eigener, persönlicher Weg mit Gott und zu Gott ist. #beimir zeigt, dass Gott in Jesus dort ist, wo Leid heute entsteht, wo Menschen heute leiden.

Um die entstandenen Bilder auf dem Kreuzweg betrachten zu können, musste einiges an technischem Equipment mit auf den Kreuzweg genommen werden. Aber es hat sich gelohnt. Eindrucksvolle Kunstwerke (die Sie hier anschauen können) sind entstanden, zu denen die Jugendlichen ihre Gedanken aussprachen, die biblischen Texte lasen und Gebetsimpulse gaben.

Die Nacht von Gründonnerstag auf Karfreitag, eine ganz normal Nacht vor einem Feiertag? Für diejenigen, die Jesus auf seinem Weg begleitet haben, ganz sicher nicht - weder damals noch heute.

 

 


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