13. April 2013

Ein Wort zum Theresienstift

Einen Tag vor den Tageszeitungslesern habe ich als katholischer Pfarrer von Liebenburg die Nachricht über die Schließung von der Generaloberin Sr. Teresa Slaby erfahren.

Natürlich bin ich von dieser Nachricht betroffen, wie viele in unserer Gegend. Andererseits, weiß ich von anderen, dass das Theresienstift seit Jahren in seinem Bestand gefährdet ist. Meine Überlegungen für ein neues pastorales Konzept mit den Schwestern, dass ich der Generaloberin vor längerer Zeit vorlegte ist leider einige Jahre zu spät gekommen - und ich bin erst 1,5 Jahre hier.

Der Hintergrund ist, dass die Kongregation überaltert ist und unsere Schwestern dringend in anderen Häusern braucht.

In den vergangenen Jahren haben die Schwestern sehr viele Hauser verlassen müssen unter anderem in der Nachbarschaft in Salzgitter-Bad. Ich bin den Schwestern sehr dankbar für ihren christlichen und barmherzigen Auftrag und Dienst. Was sie jetzt machen, ist für die Schwesterngemeinschaft aber unausweichlich, weil sich kein Käufer gefunden hat. Der Bischof selbst ist in vielen ähnlichen Lagen mit kirchlichen Häusern und wird nicht gegensteuern können.

Zugespitzt hat sich die Lage in den vergangenen Jahren noch durch die ungleich höhere Bezahlung in kirchlichen Häusern gegenüber privaten Betreibern. Allein in Hannover mussten vor nicht allzulanger Zeit sechs katholische Altenheime veräußert werden, weil sie durch ihre ordentliche Bezahlung nicht mehr konkurrenzfähig waren. Hier wäre die Politik gefragt, da wir deutliche finanzielle Unterschiede z. B. zwischen Niedersachsen und dem benachbarten Nordrhein-Westfahlen haben. Dies belastet seit Jahren auch die Kongregation der Vinzentinerinnen.

Was ist jetzt zu tun? Bei allen gut gemeinten Beschwerden ändert sich die klamme personelle und finanzielle Situation der Schwestern nicht. Nach Gesprächen mit Sr. Teresa ist mir klar geworden, das ihr Handeln in Anbetracht der Umstände nachvollziehbar ist.

Ich meine, dass jetzt eine konstruktive Suche für eine Nachnutzung gesucht werden muss, die möglichst unsere Angestellten weiterbeschäftigen kann. Vielleicht können durch diesen Schritt der Schwestern, der öffentlich bekannt wurde, jetzt auch andere von diesem beeindruckendem Haus erfahren mit seiner vorzüglichen geografischen Lage.             

Pfarrer Dirk Jenssen


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