11. Mai 2017

Hildesheim hört! oder: Oje, wir haben Stärken

Am Dienstag und Mittwoch waren Dr. Christian Hennecke und Frau Christiane Müßig vom Bistum Hildesheim zu Besuch in Jürgenohl und Othfresen

Von Marco Koch - An den beiden Abenden waren die Pfarrheime der gastgebenden Gemeinden gut gefüllt. Rund 50 Teilnehmende aus der Pfarrei St. Jakobi hatte das Treffen am Dienstagabend in St. Benno und am Mittwochabend waren etwa 40 Interessierte aus der Pfarrei Mariä Verkündigung ins Pfarrheim St. Joseph in Othfresen gekommen. Eingeladen hatten sich Dr. Christian Hennecke, Leiter der Hauptabteilung Pastoral im Bischöflichen Generalvikariat in Hildesheim und Frau Christiane Müßig, Referentin für Lokale Kirchenentwicklung, die schon seit einiger Zeit alle Pfarreien des Bistums besuchen. Zwei Schwerpunkte hatten die Abende, die von Ulrich Koch moderiert wurden, der im Bistum als Leiter des Fachbereichs Personal- und kirchliche Organisationsentwicklung und Beratung tätig ist: Hören und informieren.

Im ersten Teil wurden die Kirchorte der jeweiligen Pfarrei vorgestellt. Dazu genutzt wurden auch die Rückmeldungen auf den Fragebögen, die in den letzten Wochen nach den Gottesdiensten verteilt wurden. Neben den Schwächen ging es auch um Erwartungen und Stärken. Auch wenn oft der Eindruck entsteht, dass Vieles weniger wird, zeigte die Zusammenschau, wie viele traditionelle und neue Angebote es in den Kirchorten und in der Katholischen Kirche Nordharz gibt. Oder, wie eine Teilnehmerin sagte: "Oje, wir haben Stärken!"

Dr. Hennecke und Frau Müßig hörten aufmerksam zu und verknüpften die Aussagen im zweiten Teil des Abends mit dem pastoralen Konzept "Lokale Kirchenentwicklung" (LoKi), das ja schon seit einigen Jahren das Bistum beschäftigt. In seiner Präsentation machte Dr. Hennecke deutlich, dass es bei "LoKi" nicht zuerst um Strukturentwicklung geht, sondern vielmehr darum, dass die Getauften sich ihrer Taufwürde und der damit verbundenen Zusage Gottes, aber auch ihres Auftrags, das Evangelium zu den Menschen zu bringen, bewusst werden. Wer an den Abenden die Erwartung hatte, ein Patentrezept zu bekommen, wie alles besser wird - was auch immer das heißen mag - der wurde enttäuscht. Bei "LoKi" geht es um gemeinsame Lernerfahrungen und die Entwicklung eigener Perspektiven, die von Pfarrei zu Pfarrei, von Kirchort zu Kirchort ganz unterschiedlich sein können und müssen.

Die Pfarreibesuche von Dr. Hennecke und Frau Müßig in der Katholischen Kirche Nordharz werden mit dem Abend in der Pfarrei Liebfrauen am 23. Mai beendet. Die Besuche im Bistum dauern voraussichtlich noch ein Jahr.


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