23. Mai 2018

Woher der Wind weht

Und was verklickert eigentlich ein Verklicker?

Von Marco Koch - Wussten Sie schon, dass die Redewendung "jemandem etwas verklickern" aus der Seglersprache kommt und etwas mit dem kleinen Fähnchen auf dem Mast eines Segelbootes zu tun hat? Nein? Macht nichts, denn so ging es vermutlich den meisten Teilnehmenden am ökumenischen Gottesdienst am Pfingstmontag auf dem "Domplatz" an der Kaiserpfalz. Und auch den beiden "Segelschülern" auf der Bühne musste das erst einmal - um im Wortspiel zu bleiben - verklickert werden.

Wenn ich es richtig verstanden habe, dann ist es so: Zum Segeln braucht man Wind, den man auch an Land an Bäumen, Rauchfahnen und herumfliegendem Papier wahrnehmen kann. Diesen Wind nennt man in der Seglersprache den "wahren Wind". Darüber hinaus gibt noch den Wind, der durch Bewegung entsteht. Rad- und Motorradfahrer kennen ihn als Fahrtwind. Aus dem "wahren Wind" und dem Fahrtwind entsteht eine dritte Kraft, die von den Seglern "scheinbarer Wind" oder "Bordwind" genannt wird. Dieser Wind ist wichtig, weil an ihm die Stellung der Segel orientiert und das Boot vorangetrieben wird.

Auch in unserem Leben und in unserem Glauben gibt es unterschiedliche Kräfte, die auf uns einwirken: da ist einerseits der "Wind von oben", also der göttliche Wind oder der heilige Geist, dessen Ausgießung wir an Pfingsten feiern, und da ist andererseits auch der Wind, der hier auf unserer Welt weht - manchmal als Rücken- und manchmal als Gegenwind. Wenn beide in Einklang zueinander stehen, dann können wir flott vorangetrieben werden, dann geht es vorwärts. Aber oft müssen wir auch kreuzen, hin und her manövrieren, um auch nur ein kleines Stück voranzukommen. Der Heilige Geist schenkt uns alles was wir brauchen, damit wir auch schwierige Wegstücke bewältigen können - wir müssen ihn nur wehen lassen und uns seiner Kraft überlassen.

 

 


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