24. Mai 2025

An der Hand

In seinem Wort zum Sonntag macht sich Gemeindereferent Marco Koch Gedanken darüber, warum Jesus seine Jüngern manchmal befahl, über bestimmte Dinge nicht zu sprechen.

„Für wen halten mich die Leute?“, so fragte Jesus damals seine Jünger. „Einige für Johannes den Täufer, andere für Elíja; wieder andere sagen: Einer der alten Propheten ist auferstanden.“

Nach dieser Antwort fragte Jesus weiter: „Ihr aber, für wen haltet ihr mich?“ Und natürlich hatte Petrus gleich eine Antwort parat: „Für den Christus (den Gesalbten) Gottes.“ Als Jesus diese Antwort gehört hatte, befahl er ihnen und wies sie an, es niemandem zu sagen.

Warum eigentlich nicht?

Am morgigen Sonntag feiern in der Goslarer St.-Jakobi-Kirche 24 Kinder ihre Kommunion. Es ist nicht ihre Erstkommunion! Schon im Februar haben sie im Rahmen einer Tischmesse, bei der Kinder und Familien tatsächlich um einen großen Tisch versammelt waren, den Leib Christi empfangen. So wurde die Gemeinschaft miteinander ebenso spürbar, wie für manche die Beziehung zu Jesus.

Auf die Frage, was dieser Moment für eine Bedeutung hatte, sagte ein Kommunionkind: „Jesus ist wie ein Freund für mich. Wenn ich den Leib Christi empfange, dann ist er direkt bei mir, dann habe ich ihn an der Hand.“

Vielleicht war es so gemeint, als Jesus an anderer Stelle sagte: „Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, werdet ihr nicht in das Himmelreich hineinkommen.“ Vielleicht sind die großen theologischen Begriffe tatsächlich nicht der Weg, um Menschen für Jesus zu begeistern. Vielleicht hat er seinen Jüngern deshalb befohlen, nicht davon zu sprechen, dass er der Christus ist.

Ich jedenfalls bin überzeugt, dass es Jesus vielmehr darum geht, eine Beziehung zu ihm aufzubauen, mit ihm durch das Leben zu gehen und das Gefühl zu genießen, ihn an der Hand zu haben.

Diese Erfahrung der Gottesnähe wünsche ich den Kommunionkindern, ihren Familien und uns allen – auf welche Weise auch immer sie für jede und jeden Einzelnen erlebbar wird.

Foto: Martha Gahbauer | pfarrbriefservice.de


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„Für wen halten mich die Leute?“, so fragte Jesus damals seine Jünger. „Einige für Johannes den Täufer, andere für Elíja; wieder andere sagen: Einer der alten Propheten ist auferstanden.“

Nach dieser Antwort fragte Jesus weiter: „Ihr aber, für wen haltet ihr mich?“ Und natürlich hatte Petrus gleich eine Antwort parat: „Für den Christus (den Gesalbten) Gottes.“ Als Jesus diese Antwort gehört hatte, befahl er ihnen und wies sie an, es niemandem zu sagen.

Warum eigentlich nicht?

Am morgigen Sonntag feiern in der Goslarer St.-Jakobi-Kirche 24 Kinder ihre Kommunion. Es ist nicht ihre Erstkommunion! Schon im Februar haben sie im Rahmen einer Tischmesse, bei der Kinder und Familien tatsächlich um einen großen Tisch versammelt waren, den Leib Christi empfangen. So wurde die Gemeinschaft miteinander ebenso spürbar, wie für manche die Beziehung zu Jesus.

Auf die Frage, was dieser Moment für eine Bedeutung hatte, sagte ein Kommunionkind: „Jesus ist wie ein Freund für mich. Wenn ich den Leib Christi empfange, dann ist er direkt bei mir, dann habe ich ihn an der Hand.“

Vielleicht war es so gemeint, als Jesus an anderer Stelle sagte: „Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, werdet ihr nicht in das Himmelreich hineinkommen.“ Vielleicht sind die großen theologischen Begriffe tatsächlich nicht der Weg, um Menschen für Jesus zu begeistern. Vielleicht hat er seinen Jüngern deshalb befohlen, nicht davon zu sprechen, dass er der Christus ist.

Ich jedenfalls bin überzeugt, dass es Jesus vielmehr darum geht, eine Beziehung zu ihm aufzubauen, mit ihm durch das Leben zu gehen und das Gefühl zu genießen, ihn an der Hand zu haben.

Diese Erfahrung der Gottesnähe wünsche ich den Kommunionkindern, ihren Familien und uns allen – auf welche Weise auch immer sie für jede und jeden Einzelnen erlebbar wird.

Foto: Martha Gahbauer | pfarrbriefservice.de


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