16. Mai 2019

Angriff der ... Schlupfwespen

In der St.-Jakobi-Kirche in Goslar werden Schlupfwespen geben den Holzwurmbefall eingesetzt.

Von Marco Koch - Als ich davon hörte, dass die Holzwürmer, die große Teile der St.-Jakobi-Kirche befallen haben, mit Schlupfwespen bekämpft werden sollen, hatte ich sofort ein Bild von umherfliegenden stachelbewehrten, gelb-schwarzen (Killer-)Wespen im Kopf. Als die Mitarbeiter der Firma APC dann heute morgen in die Kirche kamen, durfte ich diese Vorstellung revidieren: In sieben Röhrchen saßen jeweils 120 ameisengroße Tierchen und warteten darauf herausgelassen zu werden.

Ausgesetzt wurden sie hinter dem Hochaltar, beim "Mann der Schmerzen" neben dem linken Seitenaltar, in beiden Beichtstühlen, im Aufgang zur Kanzel und im hinteren Bereich der Kirche am Aufgang zur Orgelempore. Nun ist abzuwarten, ob die Schlupfwespen von den Holzwurmlarven "angezogen" werden. Die Mitarbeiter der Firma sehen die Erfolgschancen bei 90 - 95%. Insgesamt sechsmal soll die Aktion im Sommerhalbjahr durchgeführt werden und zwei Jahre laufen. Danach werden pro Jahr zwei Behandlungen empfohlen. APC züchtet die Schlupfwespen in Nürnberg und setzt sie seit einigen Jahren mit Erfolg u. a. in Herzberg, Friedersdorf und Erfurt ein.

Neben der Tatsache, dass es sich um eine biologische Bekämpfung der Holzwürmer handelt, die keinerlei Rückstände hinterlässt, ist natürlich auch erfreulich, dass die Kirche während der gesamten Zeit nicht gesperrt werden muss. Auch die Nutzung ist in keinster Weise beeinträchtigt, da die Tiere nicht weit fliegen und sehr klein sind. Das Bistum Hildesheim hat sich verpflichtet die Kosten für den Einsatz der Anobien-Schlupfwespen zu übernehmen.


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