05. August 2019

Auf dem Kanstein ein Kreuz errichtet

Was als Fahrrad-Tour geplant war, avancierte zu einem Einweihungsfest mit Freunden.

Von Angela Hennecke - Im Juni war eine Fahrrad-Tour der Kolpingsfamilie Langelsheim geplant, zu der auch alle Fahrrad-Begeisterte aus den umliegenden Kolpingsfamilien eingeladen waren. Am Abend des 11. Juni trafen sich deshalb mehr als 40 Kolpingschwestern und -brüder aus dem Bezirk Goslar auf dem Kanstein bei Familie Lux, um sich nach der Fahrradtour zu stärken und das neu errichtete Chalet einzuweihen.

Aber was ist ein Chalet - so fragten wir uns. Angesichts der Tatsache, dass auf dem Dach des Gebäudes ein Kreuz prangt, kamen wir auf den Gedanken, es handele sich dabei um eine kleine Kapelle. Aber weit gefehlt. Aus einem ehemaligen Pferdestall hatte Georg Lux eine Art Wochenendhaus für Pferdefreunde gebaut. Äußerlich erinnert das Gebäude mit seinem spitzen Dach und der Fachwerkbauweise an die Schutzhütten in den Karpaten und Sudeten in Georgs Heimat Schlesien.

Gemeinsam mit Pfarrer Eggers, der der Familie Lux freundschaftlich verbunden ist, und den vielen Kolpingbrüdern und -Schwestern wurde das kleine Chalet eingeweiht. Während der Segnung des Gebäudes wurde gesungen und gebetet, tatkräftig unterstützt durch den Singkreis Herz-Mariä.

Sicherlich gab es mehrere Gründe dafür, auf dem Kanstein ein Kreuz zu errichten: Im vergangenen Jahr ist der Familie Lux eine große Scheune abgebrannt. Vielleicht aus Dankbarkeit darüber, dass "nur" ein Sachschaden entstanden ist, war es Georg Lux ein Anliegen, sein Anwesen auf dem Kanstein unter den Schutz des Kreuzes zu stellen. Auch auf dem Hintergrund, dass unsere evangelischen Gemeinden zur "Kanstein-Region" zusammengefasst wurden - ähnlich unserer "Katholischen Kirche Nordharz"- ist diese Aktion entstanden. Schließlich hat unser KB Georg das Kreuz auf einer alten, zerbeulten, bereits verschrotteten Kirchturmkugel der Astfelder Kirche errichtet. So war dies auch durchaus als Zeichen für gelebte Ökumene gedacht, weshalb auch die evangelische Pfarrerin Frau Reich das Gebäude samt Kreuz gewürdigt hat.

Als Fahrrad-Tour geplant - zu einem Einweihungsfest mit Freunden avanciert - so könnte man dies zusammenfassen. So gelang ein zünftiger Abend bei gutem Essen und geselligen Gesprächen. Wer wollte, konnte sich einer Führung über das Betriebsgelände anschließen. An einer exponierten Stelle hatten wir schließlich einen Blick weit über das Land vor dem Harz, der "Kanstein-Region". Mit Einbruch der Dunkelheit und vor dem drohenden Gewitter löste sich die Gesellschaft auf.

Fotos: Frank Mittendorf


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