02. Dezember 2019

Beginn des Synodalen Weges

Ereignisreiche Tage erlebten die 30 Teilnehmer der 65. Seniorenwerkwoche in Duderstadt.

Von Norbert Baumgart - Nach einem freudigen Wiedersehen der Teilnehmer aus den verschiedenen Orten, der Begrüßung durch den Leiter Norbert Baumgart und der Erledigung der Regularien, wurde die Werkwoche mit einem Abendlob in der Kapelle stimmungsvoll begonnen. Genauso stimmungsvoll ging es dann auch weiter, als nach dem Abendbrot Ingrid Lorenz, wie schon Tradition geworden, Dias von der letzten Werkwoche zeigte. Georg Lux schloss sich an mit Aufnahmen seiner Reise nach Australien und Neuseeland. Besonderen Applaus erhielt er für seinen Mut beim Bungeespringen.

Nach der traditionellen Wanderung am Dienstag um den Pferdeberg, natürlich mit Aufenthalt in der "Schnapshütte", wo Georg Sommer wieder seinen "Hinten hoch" spendierte, ging es am Nachmittag mit einem Referat von Beatrice Kausch weiter. Frau Kausch ist Diplom-Ingenieurin beim Wasserverband Peine und sprach über den Hochwasserschutz im Vorharz. Dieser war hochinteressant, waren doch alle Teilnehmer von dem Hochwasser 2017 in ihren Orten betroffen. Frau Kausch berichtete über die Vorkehrungen, die getroffen wurden und noch werden, damit sich derartiges nicht wiederholt. Mit hoher Kompetenz beantwortete sie die zahlreichen interessierten Fragen aus dem Plenum.

Am Dienstagabend überraschte Barbara Bothe mit Dias aus Guatemala. Sie hatte dort, gemeinsam mit Pfarrer Eggers und Pfarrer Körner, einen Besuch bei Pfarrer Galindo durchgeführt und berichtete von dessen segensreicher Arbeit

Am Mittwochmorgen war Peter Koch vom KOLPINGschLADEN zu Gast. In beeindruckender Weise berichtete er über den Werdegang des Ladens und die nicht zu erwartende Annahme durch die Bevölkerung. Dank der Kauflust und besonders der Spendenbereitschaft aus der näheren und weiteren Umgebung konnten in den vergangenen 5 Jahren über 100.000 € für soziale Zwecke, vorwiegend im näheren Umfeld, ausgeschüttet werden. Ein Film zeigte, wie geschmackvoll der Laden, der einen Vergleich mit einer Boutique nicht zu scheuen braucht, eingerichtet ist.Die Zuhörer bedankten sich mit lebhaften Beifall und guten Wünschen für einen weiteren Verlauf.

Am Mittwochnachmittag erfolgte ein Rückblick anlässlich der 65. Werkwoche. Der Kolpingbezirk Goslar ist sicherlich der einzige der auf einen solchen "Rekord" zurückblicken kann. In erster Linie ist dies der Verdienst von Georg Sommer, der mit den Werkwochen 1985 begann und sie bis 2005 leitete. Auch jetzt noch ist er an der Vorbereitung und Durchführung beteiligt. In einem emotionalen Rückblick erinnerte er an die vergangenen Jahre und erhielt reichen Beifall. Außerdem wurde ihm von seinem Nachfolger, Norbert Baumgart, eine Urkunde überreicht, in welcher seine Verdienste gewürdigt wurden.

Der arbeitsreiche Tag endete mit Pastor Schmalstieg: "Weg mit den alten Zöpfen - unsere Kirche muss sich reformieren" war das Thema. Heiß diskutiert wurden die Aktion "Maria 2.0" und der Synodale Weg. Es war schnell absehbar, dass diese Themen nicht an einem Abend abgearbeitet werden konnten.

Nach der Feier der hl. Messe mit Pastor Schmalstieg ging es am Donnerstagmorgen mit der Arbeit weiter: Über die Impulse "Was ich mir wünsche/erwarte/erhoffe" und "Wovor ich warnen möchte/wo ich Bedenken habe" sollten die Teilnehmer reflektieren. Es war erstaunlich, wie viel und welche Argumente aufgenommen und ausgetauscht wurden. Man war sich einig, dass der Synodale Weg für den Einzelnen nun interessanter geworden ist. Sicherlich wird man sich im nächsten Herbst über den Fortschritt austauschen.

Am Freitagmorgen traf man sich zum Abschluss zur "stillen Stunde". Bei vorgetragenen Texten und passender Musik wurde meditiert und gelauscht. All zu schnell, so übereinstimmend die Teilnehmer, war die Woche wieder vorüber gegangen. Aber man trifft sich im April nächsten Jahres gern wieder und freut sich schon jetzt darauf. Dann wird unter fachkundiger Leitung von Pastor Gerloff über "Das Alte Testament - die Bibel Jesu" gesprochen, eine Fahrt nach Mühlhausen mit Führung angeboten und ein Referat über die Arbeit der Berufsfeuerwehr vorgestellt.

Fotos: Ingrid Lorenz


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