16. Juni 2020

Berührt trotz Kontaktbeschränkung

Die Frauengruppe "Aufbruch/Umbruch" traf sich zum Bible Art Journaling - zur gleichen Zeit aber jede Teilnehmerin bei sich zuhause.

Fotos: privat

Von Bettina Redemann - Dürfen wir uns als offizielle Gruppe Aufbruch/Umbruch schon wieder treffen? Draußen, zu einer Stadtführung über das Judentum? Mit Mund-Nasen-Schutz und Abstandsregelung? Zu viele Fragen. Zu viele Antworten, die sich hätten kurz vorher wieder ändern können. Aus diesem Grund entschlossen sich Frau Schimek und ich dazu, den Frauen ein anderes Angebot zu machen. Wir luden ein zum Bible Art Journaling. Jede für sich zu Hause, aber alle zur gleichen Uhrzeit.

Den Bibeltext hatten wir in einfacher Sprache ausgewählt. Er erzählt davon, wie Jesus nach Ostern seinen Jüngern erscheint und später auch Thomas.

Beim Bible Art Journaling geht es darum, sich auf kreative Weise einem biblischen Text zu nähern. Es geht darum, sich auf das Wort Gottes einzulassen und zu erspüren, was ER uns sagen will. Die Mehrheit von uns hatte keinerlei Erfahrung damit. Aber da es ein „kann ich nicht“ beim Bible Art Journaling nicht gibt, wagten wir uns trotzdem an den Text.

Drei Gedanken und Arbeiten wollen wir vorstellen:

  • „Als ich verstanden hatte, dass es quasi ein Bibelteilen auf Papier ist, habe ich losgelegt. Ich konnte die Aufgabe gut lösen- zu Hause- allein- hinter verschlossenen Türen – im Gebet und Gedanken mit den anderen Frauen der Gruppe verbunden.“
  • „Für mich ist die Zusage, dass wir die Kraft von Gott erhalten können, wichtig. Es drückt sich in dem Bild, welches mein Sohn gestaltet hat, seit Jahren für mich aus. Wenn wir Christen von unserer Quelle die Kraft erhalten, dann können wir diese an andere weitergeben. Leichter wird es, wenn wir uns darin auch immer gegenseitig unterstützen! (Aha, da ist jemand gar nicht selbst kreativ geworden, sondern hat auf ein vorhandenes Bild zurückgegriffen)
  • „Die Geschichte von Jesus und Thomas ist eine meiner Lieblingsgeschichten aus der Bibel! Früher wirkte sie auf mich eher vorwurfsvoll. Heute steckt sie für mich voller Liebe und Güte“.

Auch wenn wir nur wenige Frauen waren, die sich an dem Abend aktiv beteiligt hatten, ist an den Gedanken und Gestaltungen zu sehen, dass sich jede Teilnehmerin von einer anderen Stelle des Evangeliums berühren ließ. Ich denke, dass es für uns, die dabei waren, eine schöne Erfahrung war – berührt zu werden trotz Kontaktbeschränkung.

Die Arbeiten der Teilnehmerinnen können Sie sich anschauen, wenn Sie hier klicken.


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