17. Dezember 2020

Das am stärksten ausgeprägte Gefühl ist die Dankbarkeit

In einer Mitteilung blicken die Goslarschen Höfe auf das vergangene Jahr zurück.

Foto: Goslarsche Höfe

Am Ende eines sicherlich für alle Menschen außergewöhnlichen Jahres resümiert Höfe-Betriebsleiter Holger Pape die Aktivitäten des Integrationsbetriebes: "Das am stärksten ausgeprägte Gefühl ist die Dankbarkeit", so Pape im Gespräch. Das gelte zuallererst in Richtung der haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden, die bisher alle Herausforderungen, die durch mittlerweile zwei Lockdowns entstanden sind, an Körper und Selle unbeschadet gemeistert hätten.

Der zweite Dank geht an die Kunden und Gäste der Höfe. "Nach dem ersten Lockdown war natürlich viel Unsicherheit da, wie schnell der Betrieb wieder in Gang kommt und wie das Kundenverhalten wohl sein wird", erinnert sich Pape. "Aber dann wurden wir mit einer wahren Flut an Sachspenden beschenkt, die die Menschen beim Entrümpeln in der Lockdown-Zeit aussortiert haben. Und auch unsere Kunden haben uns die Treue gehalten."

Weitere Unterstützung kam von der Aktion Mensch, die mit einer Soforthilfe einen Teil der coronabedingten Ertragsausfälle kompensieren konnte, so dass der Betrieb in der Okerstraße ohne Liquiditätsengpass durch den Sommer gekommen ist. Im Herbst konnte sogar ein weiterer Mitarbeiter mit Schwerbehinderung eingestellt werden.

Die Zusammenarbeit mit Unternehmen in der Region konnte weiter ausgebaut werden. Zwölf Vertriebspartner verkaufen mittlerweile den Höfe-Kaffee. Davon verzichten vier Märkte auf einen Gewinn und lassen den Reinerlös aus dem Kaffeeverkauf komplett den Höfen zukommen. "Alle Inhaberfamilien tun dies aus Überzeugung, weil sie unsere Arbeit gut finden", freut sich Pape. Für das neue Jahr ist darüber hinaus eine Zusammenarbeit mit Möbel Schulenburg im Bereich gebrauchter Möbel in Planung.

Geldspendern bieten die Höfe jetzt auch die Möglichkeit an, regelmäßig und bequem per Bankabbuchung zu spenden, was von ersten Spendern bereits genutzt werde. "Geldspenden sind für uns ein wichtiger Baustein zur Deckung unserer Projektkosten", berichtet der Betriebsleiter. Umso mehr freue man sich über regelmäßige Zuwendungen, mit denen man verlässlicher kalkulieren könne.

Die Belastungen durch den erneuten Lockdown betrachtet man mit Sorge, zumal die Verantwortlichen nicht davon ausgehen, dass bereits ab 11. Januar mit Lockerungen zu rechnen ist. Dennoch überwiegt im Jahresrückblick die Dankbarkeit für viele positive Entwicklungen, zu denen auch die weiter steigende Anzahl sehr engagierter Ehrenamtlicher gehört.


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