18. Dezember 2021

Das hüpfende Kind

Gemeindereferentin Regina Soot macht sich in ihrem Wort zum Sonntag Gedanken über die Weihnachtsfreude ...

Von Regina Soot - Wann haben Sie sich zum letzten Mal so richtig gefreut? … und wo im Körper haben Sie das gespürt? – Zurzeit sind viele von uns eher mit anderen Gefühlen beschäftigt. Diese seltsame Mischung aus Unsicherheit und Vorweihnachtsstress bringt viele Menschen an ihre Grenzen. Wie werden wir uns da auf das Fest des Lichtes, der Hoffnung und des „Friedens auf Erden“ einlassen können? „Ich bin noch nicht in Weihnachtsstimmung.“ - das höre ich gerade von sehr vielen Leuten.

Ich vermute mal, dass Maria damals auch noch nicht so richtig in „Weihnachtsstimmung“ war, als sie sich mit der Schwangerschaft auf die Geburt vorbereitete. In den evangelischen Gottesdiensten hören wir an diesem Sonntag von der Botschaft des Engels Gabriel an Maria, dass sie den Sohn Gottes empfangen wird: Welch eine Unsicherheit – welch ein Stress – ein vorprogrammierter Streit: Wie soll sie denn ihrem Mann Josef und den Leuten klar machen, was da passiert? Wird das jemals gut gehen? Und welch eine Verantwortung – den Sohn Gottes groß ziehen - da kann man doch nur alles falsch machen, oder?

In den katholischen Gottesdiensten hören wir, wie die schwangere Maria einige Zeit später ihre Verwandte Elisabeth besucht. Auch sie war schwanger und das Kind in ihrem Bauch öffnete ihr die Augen und das Herz. Im Lukasevangelium lesen wir davon, wie das Kind in ihrem Leibe hüpfte als Maria sie begrüßte. In diesem Augenblick erkannte sie, dass Gott durch Maria Mensch wird. Und die Freude überträgt sich und erfasst die beiden Frauen, dass sie voll des Lobes sind.

Das vor Freude hüpfende Kind im Mutterleib – was für ein schönes Bild! Vielleicht können wir an dieser Stelle von den Kindern lernen: keine Grundhaltung des skeptischen Abwartens, sondern freudiges Erwarten. Denn die Advents- und Weihnachtszeit ist etwas für Leute, die noch nicht fertig sind, eine Zeit für alle, die sich noch überraschen lassen wollen.


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Ich vermute mal, dass Maria damals auch noch nicht so richtig in „Weihnachtsstimmung“ war, als sie sich mit der Schwangerschaft auf die Geburt vorbereitete. In den evangelischen Gottesdiensten hören wir an diesem Sonntag von der Botschaft des Engels Gabriel an Maria, dass sie den Sohn Gottes empfangen wird: Welch eine Unsicherheit – welch ein Stress – ein vorprogrammierter Streit: Wie soll sie denn ihrem Mann Josef und den Leuten klar machen, was da passiert? Wird das jemals gut gehen? Und welch eine Verantwortung – den Sohn Gottes groß ziehen - da kann man doch nur alles falsch machen, oder?

In den katholischen Gottesdiensten hören wir, wie die schwangere Maria einige Zeit später ihre Verwandte Elisabeth besucht. Auch sie war schwanger und das Kind in ihrem Bauch öffnete ihr die Augen und das Herz. Im Lukasevangelium lesen wir davon, wie das Kind in ihrem Leibe hüpfte als Maria sie begrüßte. In diesem Augenblick erkannte sie, dass Gott durch Maria Mensch wird. Und die Freude überträgt sich und erfasst die beiden Frauen, dass sie voll des Lobes sind.

Das vor Freude hüpfende Kind im Mutterleib – was für ein schönes Bild! Vielleicht können wir an dieser Stelle von den Kindern lernen: keine Grundhaltung des skeptischen Abwartens, sondern freudiges Erwarten. Denn die Advents- und Weihnachtszeit ist etwas für Leute, die noch nicht fertig sind, eine Zeit für alle, die sich noch überraschen lassen wollen.


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