Das Leben ist stärker als der Tod! Halleluja!
Von Marco Koch - Zuhause wurde ich mehrfach gefragt: "Was ist denn in dem Ei drin?" Nachdem die Kinder das Grab Jesu mit einem großen Stein verschlossen hatten, bekamen alle die Kapsel eines Überraschungseis, die sie allerdings an diesem Tag noch nicht öffnen durften, sondern erst einmal gleichzeitig mit einem gut vernehmbaren "Klick" schließen sollten - so, wie das Grab nun auch verschlossen war. Und alle, die zur Osternacht kommen, wurden gebeten, dass Ei dann wieder mitzubringen.
Die Kar- und Ostertage für Familien begannen am Abend des Gründonnerstags im Gemeindezentrum St. Jakobi. In ruhiger Atmosphäre feierten die Kinder mit Pastoralassistentin Karolin Fischer, Gemeindereferent Marco Koch und der evangelischen Diakonin Carina Dohmeyer das letzte Abendmahl Jesu: Als sie sich gegenseitig die Hände wuschen, als das Festlicht, das Brot und der Traubensaft gesegnet wurde und im Miteinander wurde spürbar, was Jesus versprochen hat: Wenn ihr euch in meinem Namen versammelt, wenn ihr das Brot miteinander teilt und dabei an mich denkt, dann bin ich mitten unter euch!
Am Karfreitag trafen sich die Familien, um den Kreuzweg Jesu mitzugehen. Mit Bildern und Gegenständen wurde erlebbar, wie Jesus den Weg von seiner Verurteilung bis zum Tod am Kreuz erleiden musste - und wie dann das Grab mit dem großen Stein verschlossen wurde.
Am Beginn der Osternacht lag der Stein dann nicht mehr vor dem Grab. Ein bisschen verloren wirkte er neben dem hell brennenden Osterfeuer und der leuchtenden Osterkerze, hatte er doch eigentlich keinen Sinn mehr, weil das Grab leer war: "Christus ist erstanden. Halleluja! Er hat den Tod bezwungen. Halleluja!" Nun durften die Kinder endlich die Kapsel des Überraschungseis öffnen: Kein Spielzeug war darin, sondern sprießende, grünende Kresse, die allen zeigte: Das Leben ist stärker als der Tod! Halleluja!





