12. März 2020

Der Widerspruch zwischen dem Wollen und dem Sollen

Versuchungen standen im Mittelpunkt der Blues- und Betstunde in Schladen.
Von Barbara Schwinum - Es war schon eine große Herausforderung für mich, die Blues und Betstunde am 11. März unter dem Thema "Versuchung" mit Liedern, Texten, Gebeten, Schriftlesungen und deren Deutungen stimmig zu gestalten; aber es hat mir sehr viel Freude gemacht. Matthias Schulte hatte für diese Blues- und Betstunde eine "Projektband" von sechs Personen mobilisiert und die von mir gewünschten Lieder wunderbar umgesetzt und zu Gehör gebracht. Dafür gab es viel Applaus. Das Nachdenken über das Thema "Versuchung" mit Text und Musik erschien uns gerade jetzt in der Fastenzeit als sehr geeignet. Versuchungen sind in uns der Widerspruch zwischen dem, was wir Menschen gerne wollen und dem was wir vernünftigerweise sollen. Versucht werden wir durch Gegenstände oder Personen, durch Verführungskünste, Schmeicheleien, durch Erweckung von Angst oder Neugier. Die Geschichte vom Sündenfall der ersten Menschen im Buch Genesis zeigte uns eindrucksvoll, dass die Verantwortung für die Entscheidung einer Versuchung zu erliegen und damit für oder gegen Gott zu handeln, von Anbeginn beim Menschen liegt. Die ungeheure Verlockung, "zu sein wie Gott" führte zum ersten Sündenfall; sehr beeindruckend auch im umgetexteten Lied "Sündenfall" von Peter Gerloff, nach dem Gottesloblied "Aus tiefer Not " besungen. Die Besucher dieses besonderen Gottesdienstes wurden so vor die Fragen gestellt: Wer führt mein Leben und meine Entscheidungen? Wie sieht mein Ziel aus, ein Ziel, das wert ist zu widerstehen? Die Geschichte von Jesu Versuchung nach Lukas konnte zeigen, dass Nachfolge Christi ein solches Ziel sein kann: Jesu Verhalten dort hat uns deutlich gemacht, dass wahres Gott- und Menschsein im Verzicht und in der Hingabe liegen. Peter Gerloffs Lied "Versuchung" nach der Melodie des Gotteslobliedes: "Das Weizenkorn muss sterben" und die Versuchungsgeschichte konnten somit schließlich als Hinführung und Vorschau auf die Auferstehung verstanden werden. Zum Schluss beteten wir alle in einer etwas anderen Form das "Vater unser" mit der besonderen Bitte: "Und führe uns nicht in Versuchung" und sangen gemeinsam als Segenslied: "Geht unter Gottes Gnade". Ein neuer, toll gespielter Abschlussblues der "Projektband" rundeten die Blues- und Betstunde schließlich ab. Im Anschluss äußerten sich viele Besucher bei einem kleinen Sektumtrunk mit selbstgebackenem Fastengebäck sehr berührt von diesem Gottesdienst und es tauchte die Frage auf, wann denn die nächste Blues und Betstunde wieder gefeiert würde. Foto: B. Bothe

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