02. Februar 2019

Die hellwachen Grauhaarigen

Pastor Ulrich Schmalstieg, Künstlerseelsorger der Diözese Hildesheim, macht sich in seinem Wort zum Sonntag Gedanken über zwei Alte, die doch jung geblieben sind.
Ich gebe es zu: Als Kind und Jugendlicher habe ich so meine eigenen Gedanken gehabt über sie. "Sie" das sind die Alten, die Grau- und Weißhaarigen oder auch die Gefärbten. Sie waren schon damals, in den 70er Jahren, zahlreicher in den Kirchen zu finden als die Jungen, die das ganze Leben noch vor sich haben. Heute sind sie sogar auf unseren Straßen und in den Lokalen zahlreicher und haben oft ein Wägelchen dabei. Ich nehme heute ihre gezeichneten Gesichter deutlicher wahr. Das Leben hat seine Spuren eingeschrieben. Lukas hat zweien von ihnen in seinem Evangelium ein Denkmal gesetzt, sogar mit Namen: Simeon und Hanna. Sie sind im Jerusalemer Tempel, als Maria und Joseph mit ihrem Kind hereinkommen. Ihr Baby soll den Namen Jesus bekommen, den der Gottesbote genannt hatte, das heißt ja wörtlich "Gott rettet". Augenblicklich hellen sich ihre Gesichter auf: Selbst wenn der Säugling geschrien hätte, sie lächeln: Da ist Leben, da ist Zukunft. Hier begegnen sich ein Greis und ein Kind, eine alte Witwe und eine junge Familie. Darüber hinaus erkennt Simeon in dem Kind den lange ersehnten und angekündigten Messias, der das Volk erlösen soll. Er beginnt ein Lobgebet auf Gott und bedankt sich. Er nennt das Kind das von Gott bereitete Heil für alle Völker und das Licht zur Erleuchtung der noch nicht Glaubenden. Simeon und Hanna, diese Altgewordenen und doch jung Gebliebenen werden als Beispiel für das Glück gezeigt, das sich als Geschenk einstellt, weil sie ihre Sehnsucht im Herzen ein Leben lang wachgehalten haben. Solche Menschen gibt es auch hier unter uns. Sie fallen dem auf, der in ihre Gesichter blickt und mit ihnen ins Gespräch kommt. Viele findet man in unseren Kirchen! Foto: pixabay.de

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Ich gebe es zu: Als Kind und Jugendlicher habe ich so meine eigenen Gedanken gehabt über sie. "Sie" das sind die Alten, die Grau- und Weißhaarigen oder auch die Gefärbten. Sie waren schon damals, in den 70er Jahren, zahlreicher in den Kirchen zu finden als die Jungen, die das ganze Leben noch vor sich haben. Heute sind sie sogar auf unseren Straßen und in den Lokalen zahlreicher und haben oft ein Wägelchen dabei. Ich nehme heute ihre gezeichneten Gesichter deutlicher wahr. Das Leben hat seine Spuren eingeschrieben. Lukas hat zweien von ihnen in seinem Evangelium ein Denkmal gesetzt, sogar mit Namen: Simeon und Hanna. Sie sind im Jerusalemer Tempel, als Maria und Joseph mit ihrem Kind hereinkommen. Ihr Baby soll den Namen Jesus bekommen, den der Gottesbote genannt hatte, das heißt ja wörtlich "Gott rettet". Augenblicklich hellen sich ihre Gesichter auf: Selbst wenn der Säugling geschrien hätte, sie lächeln: Da ist Leben, da ist Zukunft. Hier begegnen sich ein Greis und ein Kind, eine alte Witwe und eine junge Familie. Darüber hinaus erkennt Simeon in dem Kind den lange ersehnten und angekündigten Messias, der das Volk erlösen soll. Er beginnt ein Lobgebet auf Gott und bedankt sich. Er nennt das Kind das von Gott bereitete Heil für alle Völker und das Licht zur Erleuchtung der noch nicht Glaubenden. Simeon und Hanna, diese Altgewordenen und doch jung Gebliebenen werden als Beispiel für das Glück gezeigt, das sich als Geschenk einstellt, weil sie ihre Sehnsucht im Herzen ein Leben lang wachgehalten haben. Solche Menschen gibt es auch hier unter uns. Sie fallen dem auf, der in ihre Gesichter blickt und mit ihnen ins Gespräch kommt. Viele findet man in unseren Kirchen! Foto: pixabay.de

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