Ein Abschied, der trägt – und ein Übergang, der verbindet
Von Tanja Hunger (Vorständin Caritas Goslar) - Die Verabschiedung von Andreas Pleyer war mehr als ein formeller Abschied aus dem Vorstand des Caritasverbandes für Stadt und Landkreis Goslar e. V. Sie war ein sichtbares Zeichen dafür, wie sehr Caritas von Beziehungen lebt: von Vertrauen, von gemeinsamem Gestalten und von der Überzeugung, dass Verantwortung immer geteilt ist.
Bereits im Juni des vergangenen Jahres begannen die Planungen für diesen Termin. Früh war klar: Es sollte kein rückwärtsgewandter Abschied werden, sondern ein bewusst gestalteter Moment des Innehaltens – mit Blick auf das, was war, und auf das, was kommt. In der Ausgestaltung konnten wir uns auf verlässliche Partner stützen. Die Goslarschen Höfe begleiteten den Prozess mit großer Selbstverständlichkeit, insbesondere durch Michaela Klapproth und Ralf Siemens und die dazugehörigen Teams. Ebenso großzügig war die Unterstützung von Stefan Voigt, Geschäftsführer der Diakonie, der seine Räumlichkeiten (Dank an die Mitarbeiter:innen für so viel Flexibilität) in den Höfen für die Veranstaltung zur Verfügung stellte. Dieses Miteinander über Trägergrenzen hinweg war nicht nur organisatorisch hilfreich, sondern Ausdruck gelebter Ökumene und gemeinsamer Verantwortung der Menschen vor Ort.
Die Verabschiedung selbst wurde getragen von vielfältigen Stimmen: Herr Sladek als Vorsitzender für den Caritasrat, Oberbürgermeisterin Frau Schwerdtner, Landrat Dr. Saipa, Pfarrer Mogge, Frau Dr. Kajewski als Direktorin für den Diözesancaritasverband (DICV) Hildesheim und Dr. Marcus (ehemaliger Direktor DICV) würdigten Andreas Pleyers Wirken aus ganz unterschiedlichen Perspektiven. Besonders eindrücklich war, wie selbstverständlich Spiritualität, kommunale Verbundenheit und sozialverbandliches Handeln ineinandergriffen. Die singenden Kita-Kinder und die Gesangseinlage zum Abschied aus unseren Kitas machten spürbar, worum es im Kern geht: um Menschen, um Beziehung und um Lebensfreude – über alle Generationen hinweg. Den Abschluss bildeten persönliche Worte von Andreas Pleyer selbst, der Dankte, mahnte und viel Erfolg für das neue Vorstandsduo aussprach.
Die Vorbereitungen verliefen lange Zeit ruhig und gut strukturiert. Und dann kam der Januar. Wie so oft zeigte sich kurz vor dem Ziel noch einmal die ganze Intensität eines solchen Prozesses – Termine verdichteten sich, Absprachen wurden enger, ToDo-Listen länger. Für mich persönlich war es eine finale Phase mit hoher Taktzahl, viel Verantwortung und gelegentlichem innerem Stoßgebet, dass am Ende alles zusammenpasst. So war es dann auch und doch bleibt bis zum Schluss die Sorge, etwas Entscheidendes vergessen zu haben. Umso deutlicher wurde in dieser Zeit jedoch auch, wie tragfähig das gemeinsame Arbeiten ist.
Ein engagiertes Team aus den Vorsitzenden des Caritasrates, den Leitungskräften Anika Reinecke, Jannis Pufahl, Sarah Bruschke, Sabine Olberts und Kirsten Bünger sowie aus der Verwaltung – insbesondere Katrin Manczak-Guder und Ronny Köhler – trug die Vorbereitung mit großer Verlässlichkeit. Auch in den einzelnen Teams wurde vieles eingebracht, das die Verabschiedung bereichert und getragen hat. Dafür möchte ich an dieser Stelle noch mal ganz persönlich allen Mitarbeiter:innen danken: Sie und ihr habt den Tag für Andreas Pleyer ebenso unvergesslich gemacht wie die zahlreichen Gratulanten aus Familie und Freundeskreis, Wegbegleiter:innen und Geschäftsführenden- und Vorstandskolleg:innen.
Andreas Pleyer wird den Verband noch eine Zeit lang begleiten und im Backoffice die finale Übergabe vorbereiten. Im März erfolgt die gemeinsame Einarbeitung des neuen Vorstandskollegen Olaf Bien und meiner Person, bevor wir zum 1. April die Verantwortung übernehmen.
Dieser Abschied war damit nicht nur ein Rückblick, sondern ein Übergang im besten Sinne: getragen von Dankbarkeit, Vertrauen und dem gemeinsamen Auftrag, Caritas auch künftig glaubwürdig, professionell und mit Herz weiterzuführen.






