03. Dezember 2019

Ein Wochenende mit Gott

Im Mittelpunkt des Adventlichen Wochenendes im Haus Wohldenberg stand das Wort Gottes - und was durch mich daraus entstehen kann.

Von Marco Koch - Menschen gehen ganz unterschiedlich mit ihrer Bibel um: manche sehr ehrfurchtsvoll und vorsichtig, andere schreiben Notizen und Gedanken hinein und wieder anderen ist sie so wertvoll, dass sie in einem Schuber im Regal steht und nur zu bestimmten Anlässen herausgeholt wird.

 

Beim Adventlichen Wochenende bekamen in diesem Jahr alle Teilnehmenden eine besondere "Advents- und Weihnachtsbibel". Darin enthalten waren alle Evangelien- und Lesungstexte, die im aktuellen Lesejahr A in den Gottesdiensten der Advents- und Weihnachtszeit verkündet werden. Und nicht nur das: Rund um jeden Text gab es reichlich Platz, sich dem Wort Gottes mit Farben, Finelinern, Aufklebern, Washitatapes, Collagen zu nähern. Dabei geht es in erster Linie nicht um ein "Anmalen" oder die künstlerische Qualität; im Mittelpunkt steht eine Art Schreibgespräch mit Gott, in dem ich Gedanken und Gefühle kreativ gestalte und mir auf diese Weise klarer wird, was Gott mir sagen will. "Bible Art Journaling" kommt aus den USA und ist eine Form, sich ganz ohne Worte mit dem auseinanderzusetzen.

Ganz persönliche Kunstwerke sind auf diese Weise beim Adventlichen Wochenende entstanden; es wurde ein echtes Wochenende mit Gott. Mit seiner Bibel fertig geworden ist allerdings niemand. Und so geht die persönliche "Advents- und Weihnachtsbibel" zuhause weiter mit durch diese besondere Zeit des Jahres. Viele Teilnehmende haben sich vorgenommen, sie weiter zu gestalten und so mit Gott im Gespräch zu bleiben.

Zwischen den Kreativphasen gab es viel Zeit für Gespräche und Miteinander. Gesungen wurde natürlich auch: Gewinnertitel bei der Hitparade der Adventslieder war - wie nicht anders zu erwarten - "Maria durch ein Dornwald ging". Dieses Lied begleitet und begeistert die wechselnden Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Adventlichen Wochenendes schon seit vielen Jahren.

In den Gottesdienst am Samstagabend konnten alle Erfahrungen, die bis dahin gemacht wurden, eingebracht werden. Besonders die Kinder begeisterten mit einer kurzen Spielszene, in der sie - passend zu einem Abschnitt des Evangeliums - doch glatt mehrere Schafe aus der Adventsdekoration der Kapelle stahlen. Niemand hatte es bemerkt und so mussten wir uns von den Kindern sagen lassen: "Bedenkt: Wenn der Herr des Hauses wüsste, zu welcher Stunde in der Nacht der Dieb kommt, würde er wach bleiben und nicht zulassen, dass man in sein Haus einbricht. Darum haltet auch ihr euch bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet." (Mt24,43-44)

 

 

 


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