Eine Tour für's Bikerherz und für's Pilgerherz
Von Marco Koch - Kein Wunder, dass einige dem Wetter bei der aktuellen Lage nicht getraut haben. Aber diejenigen, die genug Vertrauen hatten und sich am Samstag zum Motorradfahren und Pilgern auf den Weg machten, wurden mit wunderbarem Wetter beschenkt. Bei optimalem Motorradwetter ging es von Schladen über den Harz an die Weser. Trotz einiger Widrigkeiten aufgrund gesperrter Straßen und Brücken gab es ausreichend Kurven für ein tolles Fahrerlebnis. Hinzu kam noch das leckere Mittagessen auf der Terasse eines portugiesischen Restaurants in Bad Karlshafen - natürlich mit Weserblick. Bikerherz, was willst du mehr?
Für das Pilgerherz gab es neben dem Reisesegen am Start unterwegs zwei Impulse, die sich am Motto des diesjährigen Katholikentages orientierten: "Hab Mut, steh auf!": In der Klosterruine "tom Roden" in der Nähe von Höxter und mit Blick auf das ehemaligen Benediktinerkloster Corvey stellte Matthias Schulte das Vertrauen des blinden Bartimäus in den Mittelpunkt, der von Jesus geheilt wurde. Um eine weitere "abgefahrene" Heilungserzählung ging es beim Impuls von Marco Koch in der schlichten Westkirche des evangelischen Klosters Bursfelde: Von zehn Aussätzigen, die von Jesus geheilt werden, kommt nur einer zurück, um zu danken.
Die neun anderen haben eher sich selbst im Blick. Jesus fragt zwar nach ihnen, aber er fängt nicht an rumzujammern oder macht die Heilung rückgängig, sondern er entlässt sie in ihr geschenktes neues Leben. Jesus wartet nicht auf unsere Dankbarkeit. Er gibt uns die Möglichkeit selbst zu entdecken, wie gut Dankbarkeit uns selbst tut, weil sie das Positive im Leben in den Vordergrund rückt, weil sie neugierig macht auf das, was da noch kommt, weil sie Mut macht immer wieder aufzustehen und loszugehen, loszufahren, „abzufahren“ – mit Gott im Rücken und offenem Visier nach vorn.





