30. Oktober 2019

Einfach Liturgie feiern - kleine Gottesdienste für heute gestalten

Beim Studientag Liturgie des Bistums Hildesheim ging es um die Frage, welche Arten von Gottesdiensten Menschen heute brauchen.

Von Angela Fernkorn - Am letzten Samstag fand in Hannover der 5. Studientag Liturgie statt. Für meinen Mann und mich war es die erste Teilnahme an einem Studientag Liturgie. Wir wussten nicht, was und wer uns alles begegnen würde an diesem Tag. Die Katholische Kirche Nordharz war mit sieben Personen vertreten.

Am Vormittag wurden 17 Workshops angeboten, sie gingen von Blumenschmuck über liturgischen Tanz, neue Musik, Bibliolog und Bibliodrama bis hin zu kleinen alltäglichen Segensorten. Wir sieben waren in sechs verschiedene Workshops aufgeteilt. Mein Mann und ich waren Teilnehmer am "Phänomen Worship", weil es uns wegen unserer Band sehr interessierte. Und obwohl wir beide bei ein und demselben Workshop waren, nahmen wir ganz unterschiedliche Inspirationen, Gedanken, Anstöße oder auch Aha-Momente mit. Ich denke, dass auch alle anderen Beteiligten beschenkt aus ihrem Workshop gehen konnten.

Nach einer kurzen Mittagspause gingen wir in den Nachmittag mit kurzen Interviews zu kleinen Gottesdiensten, die so vielfältig sein können, wie wir sie gar nicht erwarten oder erahnen. Oder wissen Sie, was Segensorte sind?

Der Studienteil am Nachmittag beinhaltete ein Referat von Prof. Dr. Benedikt Kranemann, Liturgieprofessor an der Theologischen Fakultät der Universität Erfurt, sowie ein Referat der Dipl.-Theologin Maria Herrmann, die auch Referentin der ökumenischen Bewegung "Kirchehoch2" des Bistums Hildesheim und der Landeskirche Hannovers ist.

Prof. Kranemann zeigte uns ganz bewusst auf, dass es nicht mehr nur um die große Liturgie der Eucharistiefeiern gehen kann, sondern dass es vielfältige Arten gibt, gemeinsam Gottesdienste zu feiern, deren Merkmal es ist, dass sie durch alle Getauften gestaltet und durchgeführt werden können. Diese kleinen Liturgien sind jeweils abhängig von den Orten und den jeweiligen Situationen und Bedingungen in den Gemeinden. Im Mittelpunkt muss die Frage stehen: Was ist gut für die Menschen, die diese Gottesdienste feiern möchten? Es besteht also ein großer Wunsch nach einem Lebensbezug der Gläubigen. Damit zeugen sie von einer Lebendigkeit, von Identität und sind ein Teil des Selbstbildes der Kirche, wonach wir uns heute, wenn wir ehrlich sind, oft sehnen.

Maria Herrmann berichtete über ihre Erfahrungen, die sie mit kleinen Liturgien in Großbritannien gemacht hatte. Auch hier ging es wieder darum, was die Menschen brauchen, aber betont wurden besonders das Hören, das Dienen, das Zusammenfinden in Gemeinschaft und das gemeinsame Feiern der Menschen verschiedenster Konfessionen in unterschiedlichsten Formen, weil der Mensch im Mittelpunkt steht.

Den Abschluss dieses Studientages bildete eine kleine gemeinsame Liturgiefeier, in der wir uns durch die Zeichenhandlung der Salbung gegenseitig Gottes Segen erbaten. Diese Worte der Segnung möchte ich auch Ihnen zusprechen: "Du bist von Gott gesalbt. Er stehe dir zur Seite und gebe dir Kraft!"


Wanderreise_Israel 2020

Schutzkonzept

Präventionsfortbildung

Stadt - Land - Gott

Facebook