27. Januar 2019

Alltag im Stall

Ist alles wieder wie vor Weihnachten?

Von Norbert Fernkorn - Der Alltag ist wieder eingekehrt. Die drei Weisen sind weg und auf dem Weg in ihre Heimat, und die Heilige Familie ist wieder zurück in Nazareth. Zurückgeblieben ist der Hirtenjunge mit den Schafen und dem Ochsen.

Auch die Krippe ist wieder frei und mit Futter gefüllt. Alles ist wieder wie vor Weihnachten. Oder doch nicht? Hat das Kind vielleicht doch Spuren hinterlassen? Bei den Hirten, bei den Weisen, bei mir? Geben wir dem Kind und seiner Botschaft in unserem Alltag Raum!

Weihnachten ist vorbei

Die Heilige Familie hat sich wieder auf den Weg gemacht und zieht zurück über Jerusalem nach Nazareth. Maria sitzt für die Reise wieder auf dem Esel und hält ihr Kind wohl behütet in ihren Armen. Die Heiligen drei Könige gehen auf einem anderen Weg zurück in ihre Heimat, da es ihnen „im Traum geboten wurde“. Zurück bleiben die Hirten mit ihren Tieren und die leere Krippe. Und dennoch ist es auch für sie anders, als vor der heiligen Nacht.

Möge das Geheimnis der Weihnacht uns nicht verlassen und in uns wachsen und weiterleben. Mögen wir dieses Geheimnis ebenso behutsam bewahren wir Maria ihr Kind.

Die Welt kommt zu Besuch!

Die drei Weisen aus dem Morgenland haben Bethlehem erreicht. Sie sind im Stall angelangt und bestaunen das Kind. Maria hält es in ihren liebevollen, mütterlicher Armen auf dem Schoß. Sie schützt es und zeigt es der Welt und uns.

Gott ist Mensch, er kam in die Welt, auch zu uns. Das ist Erscheinung des Herrn.

 

Neue Gäste deuten sich an

Das Kind ist geboren und liegt in der Krippe. Maria und Josef betrachten es froh. Die Hirten sind hinzugekommen. Die Nachricht zieht weitere Kreise. Als Vorbote weiterer Gäste ist bereits ein Kamel hinzugestoßen. Heißen wir es willkommen, auch wenn es ein Kamel ist!

 

 

Angekommen

Maria und Josef sind in Bethlehem angekommen. Gott ist Mensch geworden und liegt als Kind in der Krippe. Die Hirten kommen hinzu und staunen. Der Ursprung allen Seins ist unter uns angekommen. Und er hat dafür keinen Palast gewählt, sondern einen einfachen Stall. So brauchen wir keine Audienz zu beantragen. Wir können, wie die Hirten, jederzeit zu ihm kommen. Auch hier in Goslar!

 

Gehen wir mit?

Am zweiten Adventssonntag haben wir uns auf den Weg gemacht zur Krippe. Auch Josef und Maria haben sich auf den Weg gemacht. Sie mussten den weiten Weg zurücklegen von Nazareth über Jerusalem bis hin nach Bethlehem. Für Maria, die hochschwanger war, ist es sicherlich eine mächtige Strapaze gewesen. Langsam kommen sie Betlehem näher. Es braucht eben seine Zeit. Zum dritten Adventssonntag können wir sie auf dem Weg zur Krippe sehen. Gehen wir mit?

Es braucht eben seine Zeit

In diesem Jahr hat sich ein neues Team gebildet, das sich um den Aufbau und die Gestaltung der Weihnachtskrippe in der St.-Jakobi-Kirche kümmert. In der Vorbereitung haben wir uns entschieden, in diesem Jahr auf das vorhandene Material zurückzugreifen. Außerdem haben wir geplant, dass sich die Krippe mit der Advents- und Weihnachtszeit dynamisch entwickelt.

So haben wir zum 2. Advent die Krippe im ersten Stadium aufgebaut. Es handelt sich um die Wüstenkrippe auf etwas reduzierter Fläche. Die Landschaft ist steinig und sandig, hier und da etwas spärliche Vegetation. Nichts deutet auf irgendetwas Besonderes hin. Im Stall selbst sind zunächst, wie damals in Betlehem vor der Heiligen Nacht, nur die Tiere und ein Hirtenkind, das die Schafe hütet, zu finden. Ein Weg ist erkennbar, der zur Krippe führt. Wir können uns also auf den Weg machen.

 

24 Jahre Wüstenkrippe in St. Jakobi

Von Marie-Luise Fargeon (abgedruckt in unserem Magazin "Stadt - Land - Gott", Ausgabe 2018/4 "Um Himmels willen") - 1993 fuhren Frau Meyer-Albrecht und ich mit einigen ReligionslehrerInnen ins Heilige Land. Wir folgten den Spuren Jesu und begannen mit dem Hirtenfeld. Ganz in der Nähe gab es Felsvorsprünge, in denen Tiere Schutz suchen, heute und früher. Genau so einen natürlichen Unterschlupf stellen sich viele Geschichtsschreiber als Geburtsstätte von Jesus vor. Dort entstand schon die Idee der Umsetzung mit Schülern und Schülerinnen der Worthschule.

Gedacht - getan! Aus einer Holzpalette mit Draht bespannt und vielen Schichten Pappmaché entstand das wichtige Mittelstück, für die Seitenteile wurden Säcke und Pappmaché in die richtige Form gebracht, getrocknet und nach und nach mit diversen Farbtechniken zum Höhlencharakter verwandelt! Für den Hintergrund wurde eine Hügellandschaft über einen Projektor an vier Stoffbahnen gesprüht ... und fertig war die Wüstenkrippenlandschaft. Die kleinen Mitarbeiter aus der Schule hatten Spaß und waren stolz auf ihre neue Krippe ... die Gemeinde überrascht!

Den Auf- und Abbau übernahmen meist fünf Frauen aus der Gemeinde mit Unterstützung von Herrn Widera, unserem Hausmeister und seinen Freunden! Nach 24 Jahren hat sich das Team nun aufgelöst und ist sich ganz sicher, dass es für Weihnachten 2018 eine neue Idee zur Krippengestaltung geben wird!

 

 


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