15. Februar 2019

Es geht um Menschenleben!

Diözesan-Caritasdirektor Achim Eng weist in einem offenen Brief auf die Situation geflüchteter Menschen auf dem Mittelmeer hin - und nennt erschreckende Zahlen.
Mit einem offenen Brief hat sich Achim Eng, Direktor des Caritasverbandes für die Diözese Hildesheim, an die Dienste und Einrichtungen der Caritas und die katholische Kirche im Bistum Hildesheim gewandt, um auf die Situation flüchtender Menschen auf dem Mittelmeer hinzuweisen. Er schreibt: "Im Jahr 2018 sind täglich durchschnittlich 6 Migranten und Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken. Insgesamt sind das 2.275 Tote. Mitverantwortlich macht das UN-Flüchtlingshilfswerk die EU - nämlich die Einschränkung der Such- und Rettungsmissionen sowie die Behinderung privater Seenotrettungsorganisationen." Darüber hinaus kritisiert Achim Eng die Art der Kooperation der Bundesregierung mit der Libyschen Küstenwache: "Menschen, die von der Libyschen Küstenwache "gerettet" werden, werden zurück nach Libyen gebracht und dort in sogenannten Detention Centres - also Haftanstalten - als illegale Migranten inhaftiert. Ein Bericht des UNHCR von Mai 2018, über den verschiedenste Medien übereinstimmend berichteten, spricht von Folter, Menschenhandel, Vergewaltigungen und mutmaßlichen Hinrichtungen. Das Auswärtige Amt hat die Zustände in libyschen Flüchtlingslagern in einem Bericht als KZ-ähnlich beschrieben. Eng weist in seinem Brief auf die Folgen der deutschen und europäischen Migrationspolitik hin: "Viele EU-Politiker*innen setzen auf weitere Abschottung und Verschärfung der Flüchtlings- und Migrationspolitik, um die Zahlen nach Europa kommender Migrant*innen weiter zu reduzieren. Dass es dabei um Menschenleben geht, spielt im Kampf um die Stimmen der Wähler*innen offenbar keine Rolle. Darum wolle die Caritas im Jahr der Europawahl "mit den Menschen ins Gespräch kommen, ihnen komplexe gesellschaftliche Zusammenhänge verständlich erklären und Lösungsvorschläge präsentieren. Die Caritas will die Menschen ausdrücklich ermutigen, an der Wahl teilzunehmen und eine kluge Wahl zu treffen." Den vollständigen Brief des Caritasdirektors können Sie hier auf der Website des Diözesan-Caritasverbandes lesen. Zusammengestellt von Marco Koch
Foto: pixabay.de

Werbung Nordharz

Stadt - Land - Gott

Schutzkonzept

Godehardjahr

Soziale Netzwerke

15. Februar 2019

Es geht um Menschenleben!

Diözesan-Caritasdirektor Achim Eng weist in einem offenen Brief auf die Situation geflüchteter Menschen auf dem Mittelmeer hin - und nennt erschreckende Zahlen.
Mit einem offenen Brief hat sich Achim Eng, Direktor des Caritasverbandes für die Diözese Hildesheim, an die Dienste und Einrichtungen der Caritas und die katholische Kirche im Bistum Hildesheim gewandt, um auf die Situation flüchtender Menschen auf dem Mittelmeer hinzuweisen. Er schreibt: "Im Jahr 2018 sind täglich durchschnittlich 6 Migranten und Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken. Insgesamt sind das 2.275 Tote. Mitverantwortlich macht das UN-Flüchtlingshilfswerk die EU - nämlich die Einschränkung der Such- und Rettungsmissionen sowie die Behinderung privater Seenotrettungsorganisationen." Darüber hinaus kritisiert Achim Eng die Art der Kooperation der Bundesregierung mit der Libyschen Küstenwache: "Menschen, die von der Libyschen Küstenwache "gerettet" werden, werden zurück nach Libyen gebracht und dort in sogenannten Detention Centres - also Haftanstalten - als illegale Migranten inhaftiert. Ein Bericht des UNHCR von Mai 2018, über den verschiedenste Medien übereinstimmend berichteten, spricht von Folter, Menschenhandel, Vergewaltigungen und mutmaßlichen Hinrichtungen. Das Auswärtige Amt hat die Zustände in libyschen Flüchtlingslagern in einem Bericht als KZ-ähnlich beschrieben. Eng weist in seinem Brief auf die Folgen der deutschen und europäischen Migrationspolitik hin: "Viele EU-Politiker*innen setzen auf weitere Abschottung und Verschärfung der Flüchtlings- und Migrationspolitik, um die Zahlen nach Europa kommender Migrant*innen weiter zu reduzieren. Dass es dabei um Menschenleben geht, spielt im Kampf um die Stimmen der Wähler*innen offenbar keine Rolle. Darum wolle die Caritas im Jahr der Europawahl "mit den Menschen ins Gespräch kommen, ihnen komplexe gesellschaftliche Zusammenhänge verständlich erklären und Lösungsvorschläge präsentieren. Die Caritas will die Menschen ausdrücklich ermutigen, an der Wahl teilzunehmen und eine kluge Wahl zu treffen." Den vollständigen Brief des Caritasdirektors können Sie hier auf der Website des Diözesan-Caritasverbandes lesen. Zusammengestellt von Marco Koch
Foto: pixabay.de

Werbung Nordharz

Stadt - Land - Gott

Schutzkonzept

Godehardjahr

Soziale Netzwerke