Gebet um den Frieden in der Welt
Von Barbara Schwinum - Pünktlich zum Muttertag am 10. Mai riss der Himmel auf. An diesem Sonntag hatte die Familie Winner trotz des Todesfalles, Gerd Winner war im April verstorben, wieder zur traditionellen Marienfeier in den Schlossgarten eingeladen. Die Sonne schien herrlich, als sich zahlreiche Personen aus unterschiedlichen Kirchorten einfanden, um die Andacht unter dem Titel: „Maria – Königin des Friedens“ mitzufeiern.
Angesichts der vielen Kriege, die zurzeit in unserer Welt toben, erinnerten wir uns an diese Anrufung, die Papst Benedikt XV. im Jahre 1917 - mitten im I. Weltkrieg - in die Lauretanische Litanei einfügen ließ. Unter diesem Gedanken haben wir mit Maria vereint um den Frieden in der Welt und um Heilung der vielen Wunden gebetet.
In seiner Predigt betrachtete Pastor Schmalstieg eine abgedruckte Ikone auf den verteilten Handzetteln für die Andacht. Das Besondere: Oleksandr Klymenko sammelt leere Munitionskisten des Ukrainekrieges und bemalt sie dann mit Ikonen. In Marias Gewand ritzt er die Namen von Gefallenen in Kiew: In einer scheinbar entmenschlichen Welt berühren sich Himmel und Erde, Leben und Tod. Christina Brunner schreibt dazu: „Mitten im Leid braucht es Zeichen, dass die Liebe stärker ist als der Tod. Maria hat es erfahren. Und wir sollen es nicht vergessen.“
Wenn auch nicht ganz so viele Besucher wie in den Jahren zuvor gekommen waren - vielleicht lag es daran, dass wir in diesem Jahr auf das anschließende gesellige Beisammensein bei Kaffee und Kuchen verzichteten - so haben das gemeinsame Gebet und der Gesang zum Spiel von H.J. Hentig doch gutgetan. Auch haben wir uns wieder über die Unterstützung von Lektoren bzw. Lektorinnen aus anderen Kirchorten gefreut. Meine Empfindung war, dass der Geist des verstorbenen Gerd Winners ganz besonders bei dieser Andacht, die ihm zu Lebzeiten ein Herzensprojekt war, wehte. So dachten wir, wenn auch mit Trauer, noch einmal besonders an ihn und sangen schließlich zum Schluss, den Trost der Mutter Maria anrufend: „Maria breit den Mantel aus“.






