Im Ruf des Papstes hat ein Ernst gelegen, dem er nicht habe ausweichen können
Von Marco Koch - Die einen hatten es schon länger geahnt, andere seit seiner Wahl zum Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz und wieder andere waren total überrascht von der Nachricht, dass Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ das Bistum Hildesheim verlassen wird. Papst Leo XIV. hat ihn zum Bischof von Münster ernannt. Dr. Heiner Wilmer werde am 28. Juni im Münsteraner Dom in sein neues Amt eingeführt, teilte das Bistum Münster mit. Bis zu seiner Einführung bleibt er Bischof von Hildesheim. Anschließend wird es eine Zeit der Vakanz geben, bis einer neuer Bischof für Hildesheim eingeführt ist.
In einem Brief, der am vergangenen Sonntag in allen Gottesdiensten verlesen wurde, erklärte Bischof Heiner, dass er ihm die Entscheidung, den Dienst als Bischof von Hildesheim aufzugeben, "alles andere als leicht" gefallen sei. Allerdings habe im Ruf des Papstes und aller Verantwortlichen ein Ernst gelegen, dem er nicht habe ausweichen können. Dafür bittet er die Menschen im Bistum Hildesheim um Verständnis. "Zugleich weiß ich das Bistum Hildesheim in allen unvermeidlichen Umbrüchen und Veränderungen gut aufgestellt. In den Gemeinden vor Ort habe ich in den letzten Jahren viele engagierte Ehrenamtliche kennengelernt", schreibt Bischof Heiner in seinem Brief und weiter: "In jedem Fall danke ich Ihnen allen für Ihr Engagement, Ihr Mitfiebern und Ihre Leidenschaft. In Christus bleiben wir in der einen großen Gemeinschaft der Kirche verbunden."
Nach der Ernennung von Heiner Wilmer zum Bischof von Münster sprachen Generalvikar Martin Wilk und Weihbischof Dr. Martin Marahrens in einer ersten Stellungnahmen ihren Dank für die gemeinsame Zeit aus und machten den Katholikinnnen und Katholiken im Bistum Hildesheim gleichzeitig Mut im Blick auf die Zukunft. So erklärte der neue Weihbischof Martin Marahrens: „Bischof Heiner Wilmer hat unserem Bistum wichtige Impulse gegeben und vieles angestoßen. Besonders wertvoll war dabei seine unkomplizierte Nähe zu den Menschen, gerade auch zu Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Dafür bin ich ihm persönlich und im Blick auf unser Bistum sehr dankbar.“
Generalvikar Martin Wilk machte deutlich, dass mit der Berufung von Bischof Heiner nach Münster absehbar sei, dass für das Bistum Hildesheim in den kommenden Monaten eine prägende Wegstrecke zu Ende gehen werde. In den vergangenen Jahren habe er unser Bistum in herausfordernden Zeiten mit Klarheit, geistlicher Orientierung und großer Verantwortung begleitet. Darum komme es gerade jetzt auf uns als Gemeinschaft an: auf Zusammenhalt, auf Vertrauen und auf die Zuversicht, dass wir auch die nächsten Schritte miteinander gehen können. Veränderung bedeute nicht nur den Verlust von allem Vertrauten, sondern eröffne auch neue Möglichkeiten, unseren Auftrag heute zu leben. Die 1200-jährige Geschichte des Bistums sei geprägt von Wandel, von Aufbrüchen und auch von Zeiten der Unsicherheit - und immer wieder von der Erfahrung, dass Gott sein Volk begleite.
Auf der Internetseite des Bistums Hildesheim können Sie den Brief von Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ im Wortlaut lesen, wenn Sie hier klicken.
Foto: Chris Gossmann | Bischöfliche Pressestelle






