09. März 2023

Jeder Kirchort muss etwas lassen

Am Samstagnachmittag wurde über eine neue Aufteilung der Eucharistiefeiern in der Katholischen Kirche Nordharz beraten und entschieden.

Von Marco Koch - Dass die etwa 40 Teilnehmenden der Konferenz zur Entscheidung über eine neue Gottesdienstordnung für die Katholische Kirche Nordharz nicht wirklich glücklich waren, lag in der Natur der Sache. Schließlich ist es nicht erfreulich, wenn Abstriche gemacht werden müssen - und Abstriche bei der Anzahl der heiligen Messen müssen alle Kirchorte zukünftig machen. Oder wie Matthias Schulte aus der Projektgruppe formulierte: "Jeder Kirchort muss etwas lassen." Trotzdem konnten sich die Anwesenden nach engagierten, teilweise emotionalen Diskussionen - und auch mit mehr oder weniger starken "Bauchschmerzen" - auf den leicht abgeänderten Entwurf der Projektgruppe einigen. Dieser war aus den sehr guten und annähernd deckungsgleichen Entwürfen entwickelt worden, die die Vor-Ort-Teams und Einzelpersonen bis zum 19. Februar eingereicht hatten.

Für die meisten Gemeinden bedeutet die neue Gottesdienstordnung, die ab Mai zunächst für ein Jahr in Kraft treten soll, dass jeder Kirchort eine Eucharistiefeier weniger haben wird, als momentan. Hintergrund dieser Entwicklung ist - das machte Pfarrer Thomas Mogge noch einmal deutlich - dass mit dem Weggang von Pastor Gerloff ein Priester weniger da sei. Moderator Ulrich Koch aus der Abteilung Organisationsentwicklung des Bistums, der den Nachmittag moderierte, wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Entwicklung bei den Priesterzahlen im Bistum, aber auch bundesweit, eher ein Fingerzeig dafür sei, dass es zukünftig noch weitere Abstriche geben werde.

Auch, wenn es bei der Konferenz zwischenzeitlich emotional zuging, zeigte sich an diesem Nachmittag eine Stärke der Katholischen Kirche Nordharz: Allen ging es darum, für alle Gemeinden eine gute Lösung zu finden und sich nicht gegenseitig zum eigenen Vorteil auszuspielen. Und eines war Moderator Ulrich Koch noch aufgefallen: Es wurde viel miteinander gelacht.

Mit der Festlegung, wann in welchem Kirchort am Samstag oder Sonntag eine heilige Messe gefeiert wird, ist der Prozess "Neue Gottesdienstordnung" noch nicht abgeschlossen. In den Gemeinden muss nun geschaut werden, ob für die Wochenenden ohne Eucharistiefeier Möglichkeiten bestehen, regelmäßig eine Liturgische Feier anzubieten oder Fahrmöglichkeiten in andere Kirchorte zu organisieren. Dann ist der Blick auf die Monate zu richten, die fünf Sonntage haben. Hier wird zu besprechen sein, wie und wo diese Sonntage - möglicherweise durch besondere Gottesdienste - gestaltet werden können. Es stehen also noch einige wichtige Entscheidungen an. Und die großen Feste im Kirchenjahr müssen ebenfalls noch betrachtet werden.

Die Aufteilung der heiligen Messen in der Katholischen Kirche Nordharz, die ab 1. Mai 2023 in Kraft treten soll, können Sie sich anschauen, wenn Sie hier klicken.


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Schutzkonzept

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09. März 2023

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Am Samstagnachmittag wurde über eine neue Aufteilung der Eucharistiefeiern in der Katholischen Kirche Nordharz beraten und entschieden.

Von Marco Koch - Dass die etwa 40 Teilnehmenden der Konferenz zur Entscheidung über eine neue Gottesdienstordnung für die Katholische Kirche Nordharz nicht wirklich glücklich waren, lag in der Natur der Sache. Schließlich ist es nicht erfreulich, wenn Abstriche gemacht werden müssen - und Abstriche bei der Anzahl der heiligen Messen müssen alle Kirchorte zukünftig machen. Oder wie Matthias Schulte aus der Projektgruppe formulierte: "Jeder Kirchort muss etwas lassen." Trotzdem konnten sich die Anwesenden nach engagierten, teilweise emotionalen Diskussionen - und auch mit mehr oder weniger starken "Bauchschmerzen" - auf den leicht abgeänderten Entwurf der Projektgruppe einigen. Dieser war aus den sehr guten und annähernd deckungsgleichen Entwürfen entwickelt worden, die die Vor-Ort-Teams und Einzelpersonen bis zum 19. Februar eingereicht hatten.

Für die meisten Gemeinden bedeutet die neue Gottesdienstordnung, die ab Mai zunächst für ein Jahr in Kraft treten soll, dass jeder Kirchort eine Eucharistiefeier weniger haben wird, als momentan. Hintergrund dieser Entwicklung ist - das machte Pfarrer Thomas Mogge noch einmal deutlich - dass mit dem Weggang von Pastor Gerloff ein Priester weniger da sei. Moderator Ulrich Koch aus der Abteilung Organisationsentwicklung des Bistums, der den Nachmittag moderierte, wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Entwicklung bei den Priesterzahlen im Bistum, aber auch bundesweit, eher ein Fingerzeig dafür sei, dass es zukünftig noch weitere Abstriche geben werde.

Auch, wenn es bei der Konferenz zwischenzeitlich emotional zuging, zeigte sich an diesem Nachmittag eine Stärke der Katholischen Kirche Nordharz: Allen ging es darum, für alle Gemeinden eine gute Lösung zu finden und sich nicht gegenseitig zum eigenen Vorteil auszuspielen. Und eines war Moderator Ulrich Koch noch aufgefallen: Es wurde viel miteinander gelacht.

Mit der Festlegung, wann in welchem Kirchort am Samstag oder Sonntag eine heilige Messe gefeiert wird, ist der Prozess "Neue Gottesdienstordnung" noch nicht abgeschlossen. In den Gemeinden muss nun geschaut werden, ob für die Wochenenden ohne Eucharistiefeier Möglichkeiten bestehen, regelmäßig eine Liturgische Feier anzubieten oder Fahrmöglichkeiten in andere Kirchorte zu organisieren. Dann ist der Blick auf die Monate zu richten, die fünf Sonntage haben. Hier wird zu besprechen sein, wie und wo diese Sonntage - möglicherweise durch besondere Gottesdienste - gestaltet werden können. Es stehen also noch einige wichtige Entscheidungen an. Und die großen Feste im Kirchenjahr müssen ebenfalls noch betrachtet werden.

Die Aufteilung der heiligen Messen in der Katholischen Kirche Nordharz, die ab 1. Mai 2023 in Kraft treten soll, können Sie sich anschauen, wenn Sie hier klicken.


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