02. April 2021

Karfreitag - Ein Tag, der alles auf den Kopf stellt

Der Karfreitag ist einer der emotionalsten christlichen Feiertage. Auch wenn der Gedanke an den Tod zurzeit sehr präsent ist, fällt vielen die Auseinandersetzung damit schwer. Doch ohne den Karfreitag wäre Ostern nicht möglich geworden.
Der Tod stellt für viele die ganze Welt auf den Kopf. Plötzlich ist der geliebte Mensch nicht mehr da. Oft gab es noch etwas zu klären, zu besprechen. In dieser Situation ist die Frage "Warum?" wohl die meistgestellte. Diese Frage hören wir in der Passion auch von Jesus: "Eloï, Eloï, lema sabachtani?, das heißt übersetzt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" (Mk 15, 34). Eine einfache Antwort darauf gab es damals nicht und gibt es heute nicht. Vielleicht kann es auch keine Antwort im eigentlichen Sinn darauf geben, sondern nur den Glauben, die Hoffnung und das Vertrauen darauf, dass Gott das Versprechen Jesu einlöst, dass er uns vorausgegangen ist. Ich glaube, dass wir im hier und jetzt dieses "Warum?" aushalten müssen, es mit den Angehörigen mitfragen und mittragen können. Für manchen mag das nach Vertröstung klingen und zu wenig sein, aber für mich macht Gott Großes möglich - auch in Schmerz und Trauer, denn ohne Karfreitag wäre Ostern nicht möglich geworden. Die Bezeichnung Karfreitag wird abgeleitet von dem althochdeutschen Begriff "kara", was so viel wie Trauer oder Klage bedeutet. Der Karfreitag gilt als sogenannter "stiller" Feiertag, einem Tag des Fastens, der Besinnung und der Stille. Im Gottesdienst schweigen Orgel und Glocken. Öffentliche Großveranstaltungen dürfen nicht stattfinden. In der katholischen Kirche ist der Karfreitag ein strenger Fast- und Abstinenztag. Generell sind Gläubige über 14 Jahren aufgerufen, auf Fleisch zu verzichten, Katholiken im Alter von 18 bis 60 sogar nur eine sättigende Mahlzeit zu sich zu nehmen.

Das Zeugnis der Evangelien

Alle vier Evangelien - Matthäus, Markus, Lukas, Johannes - berichten sehr ausführlich und sehr präzise über die Verurteilung und die Kreuzigung. Es lässt sich also ziemlich genau nachvollziehen, was damals mit Jesus geschehen ist. Übereinstimmend berichten alle vier Evangelisten, dass Jesus an einem Freitag gestorben ist, deswegen auch "Karfreitag". Markus nennt als Datum den 15. Tag des jüdischen Monats Nisan; Johannes datiert das Geschehen auf den 14. Tag. Auch das Jahr lässt sich nicht genau bestimmen. Es wird davon ausgegangen, dass es in den Jahren 30 bis 33 gewesen ist. Seine Anhänger müssen miterleben, wie Jesus verurteilt und gefoltert wird - und dann elend den Verbrechertod am Kreuz stirbt. Auch sie erkennen erst nach der Auferstehung, welch tiefer Sinn in diesem Tod am Kreuz liegt: Jesus Christus litt nicht nur an der Welt, die ihn und seine Botschaft nicht verstehen und annehmen wollte, und durch die Welt, die ihn folterte und tötete, sondern auch und gerade für die Welt, in die er von Gott gesandt war, um sie zu erlösen. Zusammengestellt von Marco Koch Bild: Doris Schug | pfarrbriefservice.de

Werbung Nordharz

Stadt - Land - Gott

Schutzkonzept

Godehardjahr

Soziale Netzwerke

02. April 2021

Karfreitag - Ein Tag, der alles auf den Kopf stellt

Der Karfreitag ist einer der emotionalsten christlichen Feiertage. Auch wenn der Gedanke an den Tod zurzeit sehr präsent ist, fällt vielen die Auseinandersetzung damit schwer. Doch ohne den Karfreitag wäre Ostern nicht möglich geworden.
Der Tod stellt für viele die ganze Welt auf den Kopf. Plötzlich ist der geliebte Mensch nicht mehr da. Oft gab es noch etwas zu klären, zu besprechen. In dieser Situation ist die Frage "Warum?" wohl die meistgestellte. Diese Frage hören wir in der Passion auch von Jesus: "Eloï, Eloï, lema sabachtani?, das heißt übersetzt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" (Mk 15, 34). Eine einfache Antwort darauf gab es damals nicht und gibt es heute nicht. Vielleicht kann es auch keine Antwort im eigentlichen Sinn darauf geben, sondern nur den Glauben, die Hoffnung und das Vertrauen darauf, dass Gott das Versprechen Jesu einlöst, dass er uns vorausgegangen ist. Ich glaube, dass wir im hier und jetzt dieses "Warum?" aushalten müssen, es mit den Angehörigen mitfragen und mittragen können. Für manchen mag das nach Vertröstung klingen und zu wenig sein, aber für mich macht Gott Großes möglich - auch in Schmerz und Trauer, denn ohne Karfreitag wäre Ostern nicht möglich geworden. Die Bezeichnung Karfreitag wird abgeleitet von dem althochdeutschen Begriff "kara", was so viel wie Trauer oder Klage bedeutet. Der Karfreitag gilt als sogenannter "stiller" Feiertag, einem Tag des Fastens, der Besinnung und der Stille. Im Gottesdienst schweigen Orgel und Glocken. Öffentliche Großveranstaltungen dürfen nicht stattfinden. In der katholischen Kirche ist der Karfreitag ein strenger Fast- und Abstinenztag. Generell sind Gläubige über 14 Jahren aufgerufen, auf Fleisch zu verzichten, Katholiken im Alter von 18 bis 60 sogar nur eine sättigende Mahlzeit zu sich zu nehmen.

Das Zeugnis der Evangelien

Alle vier Evangelien - Matthäus, Markus, Lukas, Johannes - berichten sehr ausführlich und sehr präzise über die Verurteilung und die Kreuzigung. Es lässt sich also ziemlich genau nachvollziehen, was damals mit Jesus geschehen ist. Übereinstimmend berichten alle vier Evangelisten, dass Jesus an einem Freitag gestorben ist, deswegen auch "Karfreitag". Markus nennt als Datum den 15. Tag des jüdischen Monats Nisan; Johannes datiert das Geschehen auf den 14. Tag. Auch das Jahr lässt sich nicht genau bestimmen. Es wird davon ausgegangen, dass es in den Jahren 30 bis 33 gewesen ist. Seine Anhänger müssen miterleben, wie Jesus verurteilt und gefoltert wird - und dann elend den Verbrechertod am Kreuz stirbt. Auch sie erkennen erst nach der Auferstehung, welch tiefer Sinn in diesem Tod am Kreuz liegt: Jesus Christus litt nicht nur an der Welt, die ihn und seine Botschaft nicht verstehen und annehmen wollte, und durch die Welt, die ihn folterte und tötete, sondern auch und gerade für die Welt, in die er von Gott gesandt war, um sie zu erlösen. Zusammengestellt von Marco Koch Bild: Doris Schug | pfarrbriefservice.de

Werbung Nordharz

Stadt - Land - Gott

Schutzkonzept

Godehardjahr

Soziale Netzwerke