14. September 2019

Kreuzerhöhung: Die Verehrung gilt Jesus Christus!

Künstlerseelsorger Pastor Ulrich Schmalstieg erinnert in seinem "Wort zum Sonntag" an ein uraltes Fest, das immer am 14. September gefeiert wird.

Dieser uralte Festtag erinnert die Christen an die Auffindung des Hinrichtungswerkzeuges Jesu von Nazareth in Jerusalem. Das Schandmahl, an dem dieser unschuldig Verurteilte durch die Hand der Römer als Gotteslästerer starb, wurde zum geschichtlich lokalisierbaren Siegeszeichen: „Wir rühmen uns des Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus. In ihm ist uns Heil geworden und Auferstehung und Leben. Durch ihn sind wir erlöst und befreit.“ Nicht um Todes- oder gar Gewaltverherrlichung geht es also, wie man sie bei den extremen IS-Kämpfern findet. Sie halten Folterungen Unschuldiger in Videos fest und posten sie zusammen mit ihren Jubelgesten in den Netzwerken. Einschüchterung und Selbstverherrlichung sind dort die erkennbaren Absichten.

Das Kreuz Jesu und das Meditieren seines Leidensweges von der Verurteilung in der Burg Antonia bis zur Hinrichtungsstätte auf dem Berg Golgota laden aber ein zur Nachdenklichkeit und zur Selbstbesinnung. Im Todeswerkzeug des Kreuzes wird die Grausamkeit des Menschen aufgedeckt, der Seinesgleichen den öffentlichen Erstickungstod sterben lässt. Der Leidensweg möchte auf diese Weise zur Anteilnahme und zur Selbsterkenntnis eigener subtiler Ungerechtigkeit und Grausamkeit hinführen, wie auch zu Mitleidesgesten, etwa dem Mittragen des Kreuzes durch Simon von Zyrene.

Die eigentliche Verehrung gilt Jesus Christus, der gewaltlos für sein Zeugnis der Gottes- und Nächstenliebe starb. Der römische Zenturio bekannte: „Wahrhaftig, dieser Mensch war Gottes Sohn!“


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