03. Juli 2021

Loslassen

Von den Unmöglichkeiten und Möglichkeiten im Alltag schreibt Gemeindereferentin Regina Soot in ihrem Wort zum Sonntag ...
Von Regina Soot - Ein leichtes Aufatmen ist in den letzten Wochen spürbar. Die COVID-19-Inzidenzen befinden sich bei uns im Bereich der Null-Linie, das Zusammensein mit Freunden und Familie kann entspannter gestaltet werden und auch im öffentlichen Raum kann man sich wieder gelassener bewegen. ‚Loslassen‘ ist aber nicht unbedingt das Wort, das viele Menschen mit dem letzten Jahr in Verbindung bringen. Wir sind doch oft sehr angespannt und kontrolliert unterwegs gewesen. Mit ‚Loslassen‘ im Sinne von ‚Entspannen‘ hatte das für die meisten von uns wenig zu tun. Dennoch glaube ich, dass wir vieles losgelassen haben. Und damit meine ich nicht nur die Dinge, die wir schmerzlich ganz weglassen mussten. An vielen Stellen haben wir uns von Vorstellungen gelöst, wie bestimmte Dinge abzulaufen haben, wie Kontakte gestaltet, Abläufe organisiert und Feste gefeiert werden können. Überraschend schnell konnten für einige Bereiche einfache oder kreative Alternativen entdeckt werden. Und manchmal wurde etwas möglich, das man vorher für unmöglich gehalten hatte. Neue Wege über ein Terrain finden, das mir fremd ist und in meinen Augen mit ganz viel „Das geht ja gar nicht“ gepflastert ist - darum geht es auch in einer biblischen Erzählung: Die Jünger Jesu geraten auf dem See in hohen Wellengang und werden durchgerüttelt. Da kam ihnen Jesus auf dem Wasser entgegen und zeigte so einen neuen – einen offensichtlich unmöglichen – Weg auf. Petrus, einer der Jünger verlässt die schwankende Sicherheit des Bootes. Er musste es loslassen, damit ihm tatsächlich, ein paar Schritte über das Wasser auf Jesus zu gelingen … zumindest solange er darauf vertrauen konnte, dass dies tatsächlich möglich ist, dass er auf Jesus vertrauen kann. Haben Sie im letzten Jahr auch etwas erlebt, bei dem scheinbar Unmögliches möglich wurde? Vielleicht können wir uns ja von solchen Erfahrungen ermutigen lassen und immer wieder mal gewohnte Sichtweisen loslassen, um neue Möglichkeiten zu entdecken.

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Godehardjahr

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Von Regina Soot - Ein leichtes Aufatmen ist in den letzten Wochen spürbar. Die COVID-19-Inzidenzen befinden sich bei uns im Bereich der Null-Linie, das Zusammensein mit Freunden und Familie kann entspannter gestaltet werden und auch im öffentlichen Raum kann man sich wieder gelassener bewegen. ‚Loslassen‘ ist aber nicht unbedingt das Wort, das viele Menschen mit dem letzten Jahr in Verbindung bringen. Wir sind doch oft sehr angespannt und kontrolliert unterwegs gewesen. Mit ‚Loslassen‘ im Sinne von ‚Entspannen‘ hatte das für die meisten von uns wenig zu tun. Dennoch glaube ich, dass wir vieles losgelassen haben. Und damit meine ich nicht nur die Dinge, die wir schmerzlich ganz weglassen mussten. An vielen Stellen haben wir uns von Vorstellungen gelöst, wie bestimmte Dinge abzulaufen haben, wie Kontakte gestaltet, Abläufe organisiert und Feste gefeiert werden können. Überraschend schnell konnten für einige Bereiche einfache oder kreative Alternativen entdeckt werden. Und manchmal wurde etwas möglich, das man vorher für unmöglich gehalten hatte. Neue Wege über ein Terrain finden, das mir fremd ist und in meinen Augen mit ganz viel „Das geht ja gar nicht“ gepflastert ist - darum geht es auch in einer biblischen Erzählung: Die Jünger Jesu geraten auf dem See in hohen Wellengang und werden durchgerüttelt. Da kam ihnen Jesus auf dem Wasser entgegen und zeigte so einen neuen – einen offensichtlich unmöglichen – Weg auf. Petrus, einer der Jünger verlässt die schwankende Sicherheit des Bootes. Er musste es loslassen, damit ihm tatsächlich, ein paar Schritte über das Wasser auf Jesus zu gelingen … zumindest solange er darauf vertrauen konnte, dass dies tatsächlich möglich ist, dass er auf Jesus vertrauen kann. Haben Sie im letzten Jahr auch etwas erlebt, bei dem scheinbar Unmögliches möglich wurde? Vielleicht können wir uns ja von solchen Erfahrungen ermutigen lassen und immer wieder mal gewohnte Sichtweisen loslassen, um neue Möglichkeiten zu entdecken.

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