27. März 2021

Mein Horizont wird geweitet

In seinen Gedanken zum Palmsonntag blickt Pastor Ulrich Schmalstieg auf und in geöffnete Kirchen.
Ein volles Kalenderjahr lang hält das Corona-Virus unsere Welt schon im Griff. Das „traute Heim“ ist jetzt nicht mehr das pure Glück, denn immer öfter fällt manchem dort die Decke auf den Kopf. Ich habe das im letzten Jahr besonders stark empfunden, als ich mich mehrmals über Wochen in Kliniken begeben musste. Nirgends ein Raum für mich allein! Schließlich habe ich geöffnete Kirchen als „Räume der Stille“ für mich entdeckt und dafür weite Wege gemacht. Wäre das vielleicht auch etwas für Sie mit vielleicht noch uneingestandenem Corona-Koller?

Geöffnete Kirchen erlauben beides: Allein sein und den Raum für sich entdecken, der in vielen Kunstwerken vom Glauben spricht. Die andere Möglichkeit: Betend den für uns Christen besonderen Tagen der Heiligen Woche nachzugehen. Manche Kirchenräume werden zusätzlich von Gemeindemitgliedern als Stationen dekoriert. So können die letzten Tage Jesu in Jerusalem und sein Leidensweg bis zum Kreuz auf Golgota für uns zur Gegenwart werden:

Der Einzug mit grünen Zweigen in Jerusalem, sein letztes Mahl mit den Jüngern, die Ölbergstunde voll Angst vor dem bevorstehenden Ende, Jesu Leiden und die Erinnerung an seine Exekution, schließlich in der Nacht vor Ostern die Lichtfeier mit vielen „Lichtern am Ende des Tunnels“.

Beim solchem Erinnern an Jesu freiwillig angenommenes Leiden und seine Auferstehung wird mein Horizont geweitet und ich kann die ungezählten Leiden der Gegenwart in der Hoffnung abladen, am Ende den Sinn von allem zu verstehen.

Pastor Ulrich Schmalstieg, Künstlerseelsorger des Bistums Hildesheim

Bild: Peter Weidemann | in: pfarrbriefservice.de


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Ein volles Kalenderjahr lang hält das Corona-Virus unsere Welt schon im Griff. Das „traute Heim“ ist jetzt nicht mehr das pure Glück, denn immer öfter fällt manchem dort die Decke auf den Kopf. Ich habe das im letzten Jahr besonders stark empfunden, als ich mich mehrmals über Wochen in Kliniken begeben musste. Nirgends ein Raum für mich allein! Schließlich habe ich geöffnete Kirchen als „Räume der Stille“ für mich entdeckt und dafür weite Wege gemacht. Wäre das vielleicht auch etwas für Sie mit vielleicht noch uneingestandenem Corona-Koller?

Geöffnete Kirchen erlauben beides: Allein sein und den Raum für sich entdecken, der in vielen Kunstwerken vom Glauben spricht. Die andere Möglichkeit: Betend den für uns Christen besonderen Tagen der Heiligen Woche nachzugehen. Manche Kirchenräume werden zusätzlich von Gemeindemitgliedern als Stationen dekoriert. So können die letzten Tage Jesu in Jerusalem und sein Leidensweg bis zum Kreuz auf Golgota für uns zur Gegenwart werden:

Der Einzug mit grünen Zweigen in Jerusalem, sein letztes Mahl mit den Jüngern, die Ölbergstunde voll Angst vor dem bevorstehenden Ende, Jesu Leiden und die Erinnerung an seine Exekution, schließlich in der Nacht vor Ostern die Lichtfeier mit vielen „Lichtern am Ende des Tunnels“.

Beim solchem Erinnern an Jesu freiwillig angenommenes Leiden und seine Auferstehung wird mein Horizont geweitet und ich kann die ungezählten Leiden der Gegenwart in der Hoffnung abladen, am Ende den Sinn von allem zu verstehen.

Pastor Ulrich Schmalstieg, Künstlerseelsorger des Bistums Hildesheim

Bild: Peter Weidemann | in: pfarrbriefservice.de


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