28. Dezember 2020

Mit strahlenden Augen und offenen Armen

In diesem Jahr waren die weihnachtlichen Gottesdienste in der Schlosskirche Liebenburg traditionell - und doch ganz anders.

Foto: N. Birkel

Von Barbara Schwinum - In diesem besonderen Jahr 2020 waren die Plätze in der Liebenburger Schlosskirche für die Weihnachtsgottesdienste wieder einmal sehr begehrt, während wir in früheren Jahren eher beklagten, dass die Zahl der Gottesdienstbesucher zu den traditionellen Feiern abnahmen.

So besuchten etwa 40 Gläubige die Christmette und fanden eine ganz neu gestaltete Kirche vor. Ein riesengroßer, mit Strohsternen geschmückter, erleuchteter Tannenbaum schmückte die Ecke, in welcher sonst unser Taufbecken steht und die Krippe war auf etwas andere Weise auf der Seite des Marienaltares aufgebaut. Schon im Advent wartete der leere Stall erstmalig mit den Hirten auf den Einzug der Heiligen Familie, die im Altarraum unterwegs waren und erst in der Christnacht Ihren Platz fanden. Unterhalb des Brotaltares sahen wir in der Heiligen Nacht einen zunächst leeren Futtertrog, von allen Seiten festlich erleuchtet, in den Pater Cyriac, begleitet von den Messdienern ein in Windeln gewickeltes, lebensgroßes Jesuskind legte. Es strahlte uns alle mit hellen Augen und geöffneten Armen an, so als wenn es uns frei nach Angelus Silesius auffordern würde: "Und wäre ich (Jesus) tausendmal in Bethlehem geboren und nicht in dir: Du bliebest doch in alle Ewigkeit verloren."

Am Schluss der feierlichen Christmette sang eine kleine Schola von der Empore zusammen mit dem Organisten aus voller Kehle zur Freude der Gemeinde im Kirchenraum das Lied: "Stille Nacht, heilige Nacht" und am Schluss gab es für jeden Gottesdienstbesucher den echten Bischof Nikolaus aus Schokolade als kleine Weihnachtgabe.

In der Festmesse am 2. Weihnachsttag, waren die Heiligen Drei Könige im Kirchenraum bereits unterwegs, dem Stern folgend, hin zur Krippe. Feierlich spielten Hans-Jürgen Hentig auf dem Kornett und Matthias Wagener auf der Orgel Weihnachtslieder und Weihnachtsmusik, wobei manches Orgelvorspiel von Herrn Wagener ein bisschen an Jazzmusik erinnerte. Alle Lieder sang die kleine Schola (Nikolaus Birkel und Barbara Schwinum) manchmal allein zur Musik, manchmal zusammen mit den Organisten, so dass trotz aller Beschränkungen der Gottesdienst zwar anders, aber dennoch festlich und fröhlich gefeiert wurde. Schließlich endete er dann auch - wie immer - mit dem herrlichen Lied: "O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit...."


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