29. Oktober 2021

Probier's mal mit Gemütlichkeit ...

In St. Benno tut sich was: Mit den neuen Sitzkissen für die Kirchenbänke wurde ein erster Schritt gemacht. Weitere Arbeiten stehen an.
Von Christoph Schmid - Die St.-Benno-Kirche wurde 1965 geweiht und hat somit im Jahr 2015 ihren 50-jährigen Geburtstag gefeiert. Sie ist mit rund 400 Sitzplätzen das größte Gotteshaus in der Katholischen Kirche Nordharz. Ihre Größe verdankt sie der Tatsache, dass nach dem 2. Weltkrieg viele Flüchtlinge und Heimatvertriebene nach Goslar gekommen sind. Insgesamt siedelten sich über 3000 Gläubige an und auch der naheliegende Fliegerhorst verlangte nach einer Garnisonkirche. Nach dem Zusammenschluss der Goslarer Kirchengemeinden im Jahr 2007 (St. Benno, St. Jakobi, St. Konrad und Klosterkirche St. Georg - Grauhof) zur "Katholische Pfarrgemeinde St. Jakobus der Ältere" hat sie schon aufgrund ihrer Größe und der vorhandenen Parkplätze eine besondere Bedeutung erlangt. Mit regelmäßig gut besuchten Gottesdienstfeiern liegt St. Benno über dem Schnitt der anderen Gemeinden der Kirche Nordharz. Auch herausragende Veranstaltungen, wie z. B. Firmungen, werden hier seit Jahren gefeiert. Die St.-Benno-Kirche wurde schon immer von den Gemeindemitgliedern als geistlicher Mittelpunkt besonders gepflegt und weiterentwickelt. So erfolgte 2006 die Anschaffung einer Orgel, die ursprünglich 1977 für den Konzertsaal der Musikhochschule in Regensburg gebaut worden war. 2007 wurde eine farbliche Neugestaltung des Innenraumes und eine Modernisierung der Beleuchtung vorgenommen. Schon vor einigen Jahren hat sich der 2009 gegründete rührige Kirchbau- und Förderverein St. Benno e. V., der seitdem insgesamt nahezu 50.000 Euro in die Kirche, in das angrenzende Pfarrheim und in die Kindertagesstätte investiert hat, mit der Frage beschäftigt, welche Möglichkeit besteht, die Kirchenbänke überarbeiten zu lassen. Mehr als 55 Jahre und die gut besuchten Gottesdienste haben nämlich auf den Bänken und den darauf liegenden Sitzkissen ihre Spuren hinterlassen. Die Bänke sind stark verkratzt und teilweise mit Schnitzereien versehen. Salz und Wasser haben die Kniebänke angegriffen und die Metallgestelle sind korrodiert. Nach übereinstimmender Meinung der zu Rate gezogenen Tischler sind die Bänke aus langsam wachsender sibirischer Lärche. Die Holzringe sind sehr fein und gleichmäßig, Astlöcher sind auch auf den langen Sitzbänken von 5,70 m nicht zu finden. Hölzer dieser Art würde es heute nicht mehr geben. Das hat dazu bewogen, die Aufarbeitung der Sitzbänke in Angriff zu nehmen. Die Bänke müssen auseinandergeschraubt, gehobelt, geschliffen und endbehandelt werden. Die Gestelle werden parallel dazu sandgestrahlt und neu lackiert. Gleichzeitig sollen die Sitzkissen erneuert werden, nachdem sie ebenfalls über 40 Jahre ihren Dienst getan haben. Mehrere Angebote von Tischlereien, Lackierereien und Sitzkissenherstellern wurden eingeholt. Die Gesamtkosten liegen bei rund 61.000 Euro. Davon entfallen rund 42.000 Euro für die Aufarbeitung der Bänke, 9.400 Euro für das Sandstrahlen und Lackieren der Bankgestelle und 9.000 Euro für die Sitzkissen. Finanziert werden sollen die Kosten mit einem Zuschuss des Kirchbau- und Fördervereins St. Benno e. V., einem Zuschuss des Diözesanen Bonifatiuswerks, Haushaltsmitteln der Pfarrgemeinde und Spenden. Der Kirchenvorstand hat die Maßnahme am 30. Juni 2021 einstimmig beschlossen. Inzwischen hat das Bonifatiuswerk 15.000 Euro für die Maßnahmen zugesagt und vom Kirchbauverein St. Benno werden ebenfalls 15.000 Euro beigesteuert. Die Aufarbeitung der Bänke einschließlich Sandstrahlen und Lackieren der Gestelle wird voraussichtlich im ersten Quartal 2022 erfolgen. Die neuen Sitzkissen liegen inzwischen schon auf den Kirchenbänken. Auch, wenn sie sich optisch kaum von den alten unterscheiden, sollten Sie sie einmal ausprobieren und sich daraufsetzen. Den Unterschied werden Sie schnell feststellen: Die neuen Sitzkissen sind richtig gemütlich.

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