08. Dezember 2020

Schenk der Welt ein menschliches Gesicht

Die Kolpingfamilie Bündheim feierte eine Andacht zum Gedenktag des Gründervaters Adolph Kolping.

Foto: E. Griesmayr

Von Diakon Eugen Griesmayr - Die Kolpingfamilie in Bündheim feierte am vergangenen Sonntag in der St.-Gregor-VII-Kirche eine Andacht zum Kolping-Gedenktag. Der Priester Adolph Kolping ist am 4. Dezember 1865 in Köln verstorben.

Der Schustergeselle folgte seiner Berufung, ging wieder zur Schule und machte das Abitur nach, studierte Theologie, wurde in das Priesterseminar aufgenommen und mit 32 Jahren zum katholischen Priester geweiht. Weil er aus eigener Erfahrung die Not der Handwerksburschen kannte, wurde er Mitbegründer und Vater des Gesellenvereins, aus dem die Kolpingfamilie und später das weltweite Kolpingwerk hervorgingen.

Das diesjährige Thema der Andacht "Schenk der Welt ein menschliches Gesicht" ging auf den Advent und auch auf die aktuelle Situation der Corona-Pandemie ein. Menschen aller Zeiten sehnen sich nach Freiheit und Gerechtigkeit, nach Hoffnung und Zuversicht, nach Sorglosigkeit und Perspektive. Durch die Geburt Jesu Christi wurde der Menschheit diese Sehnsucht erfüllt und Gott gab uns in Jesus sein menschliches Gesicht. Deswegen sollen und können auch wir uns gegenseitig, trotz Mund-Nasen-Schutz und Abstandsregeln, ein menschliches Gesicht schenken. Die Alltagsmaske darf für die tätige Nächstenliebe keine Ausrede sein.

Am Schluss der Andacht wurden vier langjährige Mitglieder für ihre Treue zum Kolpingwerk vom Vorsitzenden Achim Lyga und seinem Stellvertreter Udo Raders geehrt: Herbert Bock für 65 Jahre, Karl-Heinz Acksteiner für 50 Jahre, Margrit Brieskorn für 40 Jahre und Florian Lyga für 25 Jahre.

Die drei Männer konnten ihre Urkunden und ein Geschenk persönlich entgegen nehmen. Frau Brieskorn wird ihre Urkunde und Geschenk nach Hause gebracht; sie konnte nicht zur Ehrung kommen. Auf die obligatorische Kaffeetafel nach der Andacht musste leider Corona-bedingt verzichtet werden.


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