13. September 2021

Sich festmachen

Am Samstag wurden 20 Jugendliche aus dem Nordharz in der St.-Benno-Kirche, Goslar-Jürgenohl, gefirmt.

Fotos: M. Koch

Von Marco Koch - 20 Jugendliche aus der Katholischen Kirche Nordharz wurden am letzten Samstag in einem festlichen Gottesdienst in der St.-Benno-Kirche, Goslar-Jürgenohl, von Weihbischof Dr. Nikolaus Schwerdtfeger gefirmt. Seit März diesen Jahres hatten die jungen Leute sich mit den Katechetinnen und Katecheten online und in Präsenztreffen auf diesen Tag vorbereitet. Musikalisch gestaltet wurde der Firmgottesdienst von der Band „ShineHeilig“.

In seiner Predigt sprach Weihbischof Schwerdtfeger von Veronika, die er bei einer Wallfahrt in Italien getroffen hat. Schon im Vorfeld bekam er gesagt, dass er Veronika unbedingt kennenlernen müsse - aber von ihr erzählen wollten sie nicht. Man müsse sie erleben, wurde ihm mitgeteilt. Und so war es auch: Veronika war ein 86-jährige Frau, die sich - trotz ihres hohen Alters - Jahr für Jahr auf den auf einem Berg gelegenen Wallfahrtsort begab und nicht nur das. Sie nahm Geschirr, Wasser und Kaffee mit, um oben für die anderen Kaffee zu kochen. Wie mit Veronika sei es auch mit Gott, machte der Weihbischof deutlich: Man könne zwar von ihm erzählen, wichtig sei aber, dass man ihn erfahre und in das eigene Leben einbinde. In der Firmung sage Gott das den Jugendlichen zu.

Das Wort „Firmung“ kommt vom lateinischen "firmare" und heißt übersetzt stärken, fest machen – und im italienischen auch unterschreiben. Das beschreibt gut, worum es bei diesem Sakrament geht: Gott stärkt durch die Kraft und die Gaben des Heiligen Geistes. Die Gefirmten sagen ihr persönliches „Ja“ und machen sich fest an Gott. So wird aus der häufig von den Eltern getroffenen Entscheidung zur Taufe ein eigenverantwortetes und freies Bekenntnis.


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