12. Juli 2021

Vergelt´s Gott und - „Ciao“

Nach zehn Jahren verlässt Pfarrer Dirk Jenssen den Nordharz. Sein Weg führt ihn als Pastor in den Südwesten der Region Hannover.

Fotos: privat (1), Koch (2, 3)

Von Bernhard Olberts (Sprecher des Vorstandes der Pastoralkonferenz) - Vor zehn Jahren durfte ich Pfarrer Jenssen namens der Katholischen Kirche Nordharz bei uns willkommen heißen. In völliger Unkenntnis über seinen familiären Hintergrund (Pfarrer Jenssen stammt aus einer Familie, die einen Gartenbaubetrieb hat) überreichte ich ihm ein kleines "Gärtnerbesteck" mit Harke und Schaufel für seine Tätigkeit im Weinberg des Herrn bei uns. Er trat ein schweres Erbe an. Die Kategorisierung der Kirchengebäude hatte Wunden, zum Teil Unverständnis und Wut mit sich gebracht, die noch nicht vergangen waren. Die Zusammenarbeit in den Kirchenvorständen knirschte, die pastorale Zusammenarbeit der drei Pfarreien in der Pastoralkonferenz und den Arbeitskreisen bedurfte der Weiterentwicklung.

Aus der ersten Ansprache von Pfarrer Jenssen bei der Amtseinführung ist mir sein Satz in Erinnerung geblieben: "Ich kann eigentlich nur für Sie beten". Dieser Satz zieht sich für mich durch seine Amtszeit bei uns. Über Baumaßnahmen, Personalentscheidungen etc., die diese Zeit fallen, weiß ich zu wenig, um es würdigen zu können. Mir ist er als Seel-Sorger besonders präsent. Sein Mühen um ein lebendiges geistliches Leben in unseren Pfarreien war ihm ein Herzensanliegen. Dafür bedurfte es nicht der großen Teilnehmerzahlen, sondern oft der kleinen Gruppen. Es gehört für mich zu seinen Stärken Seelsorger und Begleiter für Einzelne und kleine Gruppen zu sein. Die Abendlobgottesdienste, die Wochen des Heilfastens, die Begleitung Einzelner und Gruppen auf dem Weg zu Taufe und Firmung. Was mir immer auffiel, war seine Bereitschaft, auch uns als Gottesdienstbesucher an seinem geistlichen Leben teilhaben zu lassen, nicht dozierend sondern als einer ,der mit uns glaubt und unterwegs ist, aber auch um diesen Glauben ringen muss. Ein Begleiter auf dem Weg in der Gemeinschaft der Glaubenden. Schwer war es für ihn, in der "Hochzeit" der Pandemie den Gottesdienst und die Hochfeste ohne Gemeinde feiern zu müssen. Aber auch dort unterstützte er neue Wege des Gottesdienstes und lies wachsen und reifen, was der Seelsorge hilfreich war und das nicht nur dort.

Pfarrer Jenssen hat es wohl geschafft die Katholische Kirche Nordharz in ruhigeres Fahrwasser zu steuern. Und so fällt es mir leicht, wohl im Namen vieler, ein herzliches Vergelt´s Gott zu sagen für die Mühen manchmal bis an die Grenzen der Belastbarkeit.

Unser Gebet wird seinen weiteren Weg begleiten.

Ciao Pfarrer Jenssen!

Herzliche Einladung

Die offizielle Verabschiedung von Pfarrer Dirk Jenssen findet am Sonntag, 18. Juli, um 17.00 Uhr im Rahmen einer Vesper auf dem Gelände neben der Klosterkirche St. Georg in Grauhof statt. Im Anschluss
besteht die Möglichkeit Pfarrer Jenssen auch persönlich „Ciao“ zu sagen. Ihr Teilnahme anmelden können Sie bis zum 17. Juli unter https://kkn.secretarius.de/. Bitte bringen Sie nach Möglichkeit einen eigenen Stuhl mit.

Bereits im Februar hatte Pfarrer Jenssen die Gemeinden in einem Schreiben über seinen Weggang informiert, das Sie nachlesen können, wenn Sie hier klicken.


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