28. Dezember 2021

Von Bethlehem nach Nazareth

Am Heiligen Abend gab es in der St.-Jakobi-Kirche die Möglichkeit, sich mit Maria und Josef auf den Weg zu machen.

Von Marco Koch - Ob Maria und Josef auf ihrem Weg von Bethlehem nach Nazareth auch so ein mieses Wetter hatten, wie die Kinder und Erwachsenen, die sich am Heiligen Abend auf den Weg in die St.-Jakobi-Kirche gemacht haben? Genau zu der Zeit, als die Türen der Kirche geöffnet wurden, regnete es in Strömen und so war es erstaunlich, wie viele Menschen dann doch kamen, um Maria und Josef auf dem Weg von Nazareth nach Bethlehem zu begleiten.

Unterwegs gab es einiges zu erleben: In einem kleinen Zimmer in Nazareth konnte man kleine Brote aus Salzteig "backen". Plötzlich war die Stimme des Engels zu hören, der Maria die Botschaft verkündete, dass sie den Sohn Gottes zur Welt bringen würde. Und man konnte herausfinden, dass Josef nicht einfach Zimmermann von Beruf war, sondern "Tekton", also jemand der die Häuser nicht nur baute, sondern sie als Architekt auch entwarf.

Im Nachtlager, das Maria und Josef unterwegs aufschlagen mussten, hing eine schwere Tasche. Der Inhalt wog drei Kilogramm - ungefähr so viel, wie ein Baby kurz vor der Geburt. Diese Tasche konnten die Kinder sich umhängen und damit umhergehen, um zu spüren, welche zusätzliche Last Maria auf den 150 - 160 Kilometern bis nach Bethlehem zu tragen hatte. Dort angekommen, wurden die beiden in der Herberge abgewiesen - so, wie auch heute Menschen abgewiesen werden, nicht willkommen sind und ausgegrenzt werden. Für sie konnte ein Fürbitte oder einfach der Name aufgeschrieben und dann zur Krippe in der Höhle vor Bethlehem getragen werden - hin zu dem, der als Retter und Heiland für alle Menschen geboren wurde.

Bevor es dann mit den Figuren von Maria, Josef und Jesus nach Hause ging, konnte an der letzten Station "Zuhause" überlegt werden, wo die drei untergebracht werden würden, wenn sie vor der eigenen Haustür stehen würden - oder ob die Tür überhaupt geöffnet würde.

Am Ausgang gab es dann noch die Möglichkeit, sich und andere in eine Liste einzutragen, die am Heiligen Abend 2022 von den Benediktinern der Dormitioabtei in Jerusalem nach Bethlehem getragen werden. Es war schön mitzuerleben, wie lange die Besucherinnen und Besucher sich an den einzelnen Stationen aufhielten und wie aufmerksam und intensiv insbesondere die Kinder den Weg von Nazareth zur Krippe miterlebten.


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Unterwegs gab es einiges zu erleben: In einem kleinen Zimmer in Nazareth konnte man kleine Brote aus Salzteig "backen". Plötzlich war die Stimme des Engels zu hören, der Maria die Botschaft verkündete, dass sie den Sohn Gottes zur Welt bringen würde. Und man konnte herausfinden, dass Josef nicht einfach Zimmermann von Beruf war, sondern "Tekton", also jemand der die Häuser nicht nur baute, sondern sie als Architekt auch entwarf.

Im Nachtlager, das Maria und Josef unterwegs aufschlagen mussten, hing eine schwere Tasche. Der Inhalt wog drei Kilogramm - ungefähr so viel, wie ein Baby kurz vor der Geburt. Diese Tasche konnten die Kinder sich umhängen und damit umhergehen, um zu spüren, welche zusätzliche Last Maria auf den 150 - 160 Kilometern bis nach Bethlehem zu tragen hatte. Dort angekommen, wurden die beiden in der Herberge abgewiesen - so, wie auch heute Menschen abgewiesen werden, nicht willkommen sind und ausgegrenzt werden. Für sie konnte ein Fürbitte oder einfach der Name aufgeschrieben und dann zur Krippe in der Höhle vor Bethlehem getragen werden - hin zu dem, der als Retter und Heiland für alle Menschen geboren wurde.

Bevor es dann mit den Figuren von Maria, Josef und Jesus nach Hause ging, konnte an der letzten Station "Zuhause" überlegt werden, wo die drei untergebracht werden würden, wenn sie vor der eigenen Haustür stehen würden - oder ob die Tür überhaupt geöffnet würde.

Am Ausgang gab es dann noch die Möglichkeit, sich und andere in eine Liste einzutragen, die am Heiligen Abend 2022 von den Benediktinern der Dormitioabtei in Jerusalem nach Bethlehem getragen werden. Es war schön mitzuerleben, wie lange die Besucherinnen und Besucher sich an den einzelnen Stationen aufhielten und wie aufmerksam und intensiv insbesondere die Kinder den Weg von Nazareth zur Krippe miterlebten.


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