21. Mai 2019

Was zieh ich an?

Nicht nur um Fußballtrikots und liturgische Gewänder ging es beim Ökumenischen Familiengottesdienst am Sonntag in Bad Harzburg …

Von Regina Soot – Leicht irritiert waren die Blicke der Gottesdienstgemeinde, als Propst Jens Höfel und Gemeindereferentin Regina Soot im Fußballtrikot feierlich, zusammen mit dem Kindergottesdienst-Verantwortlichen und den Messdienern in die Kirche einzogen. Dies wurde nach dem gemeinsamen Beginn aber auch gleich von Frieda ins Wort gebracht, die sich beschwerte, dass ja wohl nicht jeder Gottesdienstteilnehmer Fan eines dieser beiden Vereine wäre.

Überglücklich über den frischen Nicht-Abstieg seiner Mannschaft und motiviert durch die Fangemeinschaft ihrer Mannschaft erklärten sich die beiden und machten deutlich, was sie mit ihrer Kleidung als Fans ausdrücken wollen. Man einigte sich schließlich darauf, dass es für die Leitung dieses Gottesdienstes doch auch noch passendere „Fan-Kleidung“ gäbe und so suchte Frieda mit den Kindern entsprechende Kleidung aus der Garderobe heraus.

Manch einer war vermutlich erleichtert, als Propst Höfel im schwarzen Talar, Regina Soot in der weißen Albe und die Messdiener/-innen im gewohnten Talar und Rochett den Gottesdienst fortsetzten. Doch schnell merkten sie, dass das nicht „ohne“ ist, fanden Sie doch unterschiedliche Buttons auf ihren Gewändern: herzliches Erbarmen, Liebe, Versöhnung, Sanftmut, Demut, Geduld, … In der Lesung wurde dann auch deutlich, was es damit auf sich hat: „So zieht nun an als die Auserwählten Gottes als die Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld; und ertrage einer den anderen und vergebt euch untereinander, wenn jemand Klage hat gegen den andern …“ (Kol 3,12)

Welche Gedanken dem Vorbereitungsteam dazu durch den Kopf gegangen waren, was das mit den Fußball-Fantrikots, den liturgischen Gewändern und mit jedem einzelnen zu tun hat, davon sprachen Regina Soot und Propst Jens Höfel in ihren Auslegungen.

Liebt einander – so lautete die zentrale Aussage des Evangeliums. Davon sprachen auch einige der Lieder, die durch den Kinderchor der Luthergemeinde unter der Leitung von Fuld-Weinert und Diakon Hans-Peter Funhoff an der Gitarre begleitet wurden. Und als sich am Ende die gesamte Gottesdienstgemeinde gemeinsam im Vaterunser an Gott wandte und dabei in einem riesigen Kreis den Kirchenraum umspannte, wurde etwas von dem deutlich, was mit dieser großen Gemeinschaft, die füreinander eintritt, gemeint ist.

Gemeinschaftlich ging es auch beim anschließenden Kirchenfrühstück weiter. Das Vorbereitungsteam war hocherfreut, dass ein Zusammenrücken notwendig wurde. Bei bester Stimmung genossen rund 60 Leute das leckere Mitbring-Frühstücksbuffet und das gemütliche Beisammensein.


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