02. Februar 2019

Weltweite Gerechtigkeit fängt im Kleinen an

Anlässlich des Weltgebetstages macht sich Gemeindereferentin Regina Soot in ihrem Wort zum Sonntag Gedanken über das Abgeben.
Von Regina Soot - „Wenn Reichtum für alle möglich wäre, man dafür aber von seinem eigenen Geld abgeben müsste, würdest du teilen?“, so lautet der Beginn des Klappentextes auf der Rückseite des neu erschienenen Buchs von Marc Elsberg. Die Frage nach der Chance einer Annährung an ein solches Ideal weltweiter Gerechtigkeit wird in unserer Gesellschaft sehr unterschiedlich bewertet. Situationen, wie sie zurzeit in Venezuela zu beobachten sind, lassen die einen stark daran zweifeln und Gefühle der Ohnmacht aufkommen. Andere wiederum stecken ihre ganze Kraft in ihr Engagement für eine Gerechtigkeit, die im Kleinen beginnt. „Kommt, alles ist bereit!“ – diese Überschrift steht über dem Gebetstag, der gestern von Christinnen auf der ganzen Welt begangen wurde. Vorbereitet haben ihn in diesem Jahr Frauen aus Slowenien, die dabei besonders die gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen im Blick hatten. Das Gleichnis vom Festmahl, bei dem der Gastgeber die üblichen Freunde, Nachbarn und Geschäftspartner einlud, dann aber eine Absage nach der anderen erhielt, diente als biblischer Leittext. In der Überlieferung wird beschrieben, wie Jesus diese Geschichte erzählte und dabei deutlich wurde, dass das „Reich Gottes“ – und somit auch eine gerechtere Welt – nicht funktionieren kann, wenn nicht alle im Blick sind. Die Party kommt erst in Gang, nachdem der Gastgeber die armen und gehandicapten Menschen von den Straßen und Gassen einlud. Und auch dann waren noch Plätze frei, so dass auch die ausgestoßenen Menschen von den Rändern der Stadt zum feierlichen Miteinander beitragen konnten. Weltweite Gerechtigkeit fängt im Kleinen an. Und das kann für diejenigen, die viel haben und sich etabliert fühlen bedeuten, dass sie ihren Wohlfühlbereich auch mal verlassen müssen. Bei uns im Nordharz gibt es einige Initiativen, die ein Teilen schon auf sehr einfache Weise ermöglichen. So macht es mir beispielsweise nur ein wenig mehr Mühe, wenn ich noch brauchbare Gegenstände im nächsten Sozialkaufhaus abgebe, statt sie zum Sperrmüll zu stellen oder wenn ich die zu viel gekauften Lebensmittel zum Foodsharing-FairTeiler bringe, statt sie später in den Abfall zu werfen. Vielleicht können solche Initiativen ja auch dazu beitragen, dass sich unser Blick auf das Ganze weitet und so auch größere Schritte hin zur Gerechtigkeit ermöglicht werden. Probieren Sie es doch einfach mal aus oder erzählen anderen davon!

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Von Regina Soot - „Wenn Reichtum für alle möglich wäre, man dafür aber von seinem eigenen Geld abgeben müsste, würdest du teilen?“, so lautet der Beginn des Klappentextes auf der Rückseite des neu erschienenen Buchs von Marc Elsberg. Die Frage nach der Chance einer Annährung an ein solches Ideal weltweiter Gerechtigkeit wird in unserer Gesellschaft sehr unterschiedlich bewertet. Situationen, wie sie zurzeit in Venezuela zu beobachten sind, lassen die einen stark daran zweifeln und Gefühle der Ohnmacht aufkommen. Andere wiederum stecken ihre ganze Kraft in ihr Engagement für eine Gerechtigkeit, die im Kleinen beginnt. „Kommt, alles ist bereit!“ – diese Überschrift steht über dem Gebetstag, der gestern von Christinnen auf der ganzen Welt begangen wurde. Vorbereitet haben ihn in diesem Jahr Frauen aus Slowenien, die dabei besonders die gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen im Blick hatten. Das Gleichnis vom Festmahl, bei dem der Gastgeber die üblichen Freunde, Nachbarn und Geschäftspartner einlud, dann aber eine Absage nach der anderen erhielt, diente als biblischer Leittext. In der Überlieferung wird beschrieben, wie Jesus diese Geschichte erzählte und dabei deutlich wurde, dass das „Reich Gottes“ – und somit auch eine gerechtere Welt – nicht funktionieren kann, wenn nicht alle im Blick sind. Die Party kommt erst in Gang, nachdem der Gastgeber die armen und gehandicapten Menschen von den Straßen und Gassen einlud. Und auch dann waren noch Plätze frei, so dass auch die ausgestoßenen Menschen von den Rändern der Stadt zum feierlichen Miteinander beitragen konnten. Weltweite Gerechtigkeit fängt im Kleinen an. Und das kann für diejenigen, die viel haben und sich etabliert fühlen bedeuten, dass sie ihren Wohlfühlbereich auch mal verlassen müssen. Bei uns im Nordharz gibt es einige Initiativen, die ein Teilen schon auf sehr einfache Weise ermöglichen. So macht es mir beispielsweise nur ein wenig mehr Mühe, wenn ich noch brauchbare Gegenstände im nächsten Sozialkaufhaus abgebe, statt sie zum Sperrmüll zu stellen oder wenn ich die zu viel gekauften Lebensmittel zum Foodsharing-FairTeiler bringe, statt sie später in den Abfall zu werfen. Vielleicht können solche Initiativen ja auch dazu beitragen, dass sich unser Blick auf das Ganze weitet und so auch größere Schritte hin zur Gerechtigkeit ermöglicht werden. Probieren Sie es doch einfach mal aus oder erzählen anderen davon!

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