19. Juli 2021

Zeigen, dass Gottes Menschlichkeit möglich ist

Die Katholische Kirche Nordharz nahm Abschied von Pfarrer Dirk Jenssen ...

Von Regina Soot - Ungefähr 230 Menschen kamen am Sonntag bei bestem Wetter im Garten der Klosterkirche St. Georg in Grauhof zusammen, um sich von Pfarrer Dirk Jenssen zu verabschieden. Die Feier begann mit einer Vesper, die durch die Band shineHeilig, einer spontan zusammengestellten Schola und einem Trio der syrischen Christen stimmungsvoll musikalisch begleitet wurde.

In seiner Predigt hielt Pfarrer Dirk Jenssen Rückschau auf seine Zeit in dieser Region. Das in dieser Zeit entwickelte Logo der Katholischen Kirche Nordharz und das begleitende Motto "Eingeladen zum Wachsen" ist für ihn zum Sinnbild geworden für Vieles, um das er sich bemüht hat und was dabei entstehen konnte. Er denkt an große Veranstaltungen, wie die Mitwirkung beim Deutschen Wandertag und dem Tag der Niedersachsen, erinnert an das Seh-Jahr, das als Auszeit zum Neu-Schauen genutzt wurde und das sich andere Kirchengemeinden zum Vorbild genommen haben. Ein großes Anliegen und eine Freude waren ihm auch immer wieder die Glaubensgruppe und die Menschen, die sich auf den Weg machten, katholisch zu werden oder ihren Glauben zu vertiefen. Neben vielen pastoralen Highlights nannte er auch die Verwaltung, die ihm viel Kraft gekostet habe, und einige Baumaßnahmen, wie z. B. das Gemeindezentrum in Goslar. Ein wesentlicher Teil seines Dienstes in den drei Pfarreien seien für Pfarrer Jenssen die Gottesdienste gewesen. Grob überschlagen waren es in den letzten 10 Jahren 3.000 - "Da haben wir viel gebetet!". Mit dem Bick in die Zukunft betont er das riesige Potential, das er in den Menschen der Katholischen Kirche Nordharz sieht und die Chance, die in einem "Pfarrerwechsel" liegen kann. Pfarrer Jenssen freue sich auf seine künftige Zeit als Pastor im Südwesten Hannovers, in der er keine Verwaltungsverantwortung mehr zu tragen habe. Allerdings werde er wohl auch den Nordharz und die vielen Menschen, mit denen er zu tun hatte, vermissen.

Im Anschluss an die Vesper begrüßte Bernhard Olberts die geladenen Ehrengäste und moderierte mit viel Humor durch die anschließenden Grußworte. Den Anfang machte Pater Ernst-Willi Paulus, der als kommissarischer Dechant nun auch die Vakanzvertretung für die Katholische Kirche Nordharz übernimmt. Propst Gunkel dankte für eine gute ökumenische Zusammenarbeit, die möglich machte, dass man gemeinsam als Christen in Goslar aktiv werden konnte. Dabei hob er besonders das jährliche ökumenische Pfingstfest hervor. Er berichtete, wie unerschrocken Pfarrer Jenssen sich in die Vernetzungen mit verschiedenen Initiativgruppen begeben hat und so gezeigt hat, dass Gottes Menschlichkeit möglich ist. Auch Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk bedankte sich bei Pfarrer Jenssen für sein gesellschaftliches Engagement und sein Bemühen um ein gutes Miteinander aller. Das ein oder andere Mal habe er auch für den Bürgermeister einen guten Rat gegeben.

Bernhard Olberts verabschiedete als Sprecher der Pastoralkonferenz nicht nur Pfarrer Jenssen, sondern auch seine Haushälterin, Marianne Hake, und dankte ihr für ein gastliches Pfarrhaus und ihren Dienst im Hintergrund. Am Ende der Grußworte überreichten Matthias Schulte und Bernhard Olberts im Namen der Pastoralkonferenz noch den Grundstock für einen neuen Hühnerstall, zusammen mit einer "geheimnisvollen Kiste". Die Kinder aus der Kindertagesstätte St. Josef beendeten in einem Audiobeitrag mit einem Segenslied und ihren Wünschen für Pfarrer Jenssen die Grußworte.

Im Anschluss gab es die Gelegenheit für eine persönliche Verabschiedung. Viele freuten sich, auch endlich mal wieder Personen zu treffen, die sie lange nicht gesehen hatten. So klang der Abend noch mit Begegnung und Gesprächen zwischen den Mitfeiernden aus.

Eine Auswahl von Fotos von der Verabschiedung finden Sie hier.


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