Konklave

Das Wort Konklave leitet sich vom lateinischen "cum clave" (mit Schlüssel) ab, weil die Papstwahl hinter verschlossenen Türen stattfindet; die Kardinäle sollen die Möglichkeit haben, frei wählen zu können - abgeschottet von Einflüssen aus der Kirche, den Medien oder der Politik. Die Regeln des Konklaves verbieten die Kontaktaufnahme mit der Außenwelt: Die Wahlberechtigten dürfen nicht Zeitung lesen oder fernsehen, auch das Surfen im Internet, telefonieren oder twittern ist ihnen untersagt.

Normalerweise ist bis zum Beginn des Konklaves eine Frist von 15 bis 20 Tagen nach Beginn der Sedisvakanz ("leerer Stuhl Petri") vorgesehen, um den wahlberechtigten Kardinälen die Möglichkeit zu geben, nach Rom zu reisen. Wahlberechtigt beim Konklave sind die Kardinäle, die am Stichtag noch nicht 80 Jahre alt sind. Zum Papst gewählt werden kann theoretisch jeder unverheiratete Katholik, der über 35 Jahre alt ist. In der Praxis aber kommt der neue Papst aus den Reihen der Kardinäle.

Die Papstwahl dauert solange, bis ein Kandidat die notwendige Zweidrittelmehrheit bekommen hat. Nimmt der Gewählte die Wahl an, dann steigt aus einem Schornstein über der Sixtinischen Kapelle weißer Rauch auf und es läuten die Glocken des Petersdomes. Schwarzer Rauch verkündet einen nicht erfolgreichen Wahlgang.

Während des Konklaves warten auf dem Petersplatz Tausende Gläubige auf die Worte "Habemus Papam" (Wir haben einen Papst). Von der Benediktionsloggia des Petersdoms aus verkündet der Kardinalprotodiakon die Wahl des neuen Papstes und seinen Namen. Kurz darauf zeigt er sich dann zum ersten Mal und spendet den Apostolischen Segen "Urbi et orbi - der Stadt und dem Erdkreis".

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