Osterbräuche und -symbole

  • Osterwasser
    Das Wasser (Quelle, Bach, Meer) ist eines der wichtigsten Symbole der Schöpfung und des Lebens. Es hat belebende und zerstörende Kräfte. Im Alten und im Neuen Testament finden wir viele Textstellen, in denen das Wasser von Bedeutung ist (Sintflutgeschichte, Sturmstillung, Taufe...). Am Ostermorgen (vor Sonnenaufgang) muss man schweigend zu einem Bach oder zu einer Quelle gehen und darin baden oder daraus trinken. Das Quellwasser soll Gesundheit und Schönheit bringen, aber nur, wenn alles im tiefen Schweigen geschieht.
    Die Menschen schmücken heute noch zu Ostern solche Wasserquellen und Brunnen mit frischem Grün in der Freude darüber, dass bei der Schneeschmelze auch die Quellen und die Brunnen wieder zu sprudeln beginnen und frisches Wasser geben.
    In der Osternacht wird das Taufwasser geweiht.
  • Osterlamm
    Das Osterlamm ist die Erinnerung an das Passahlamm, das die Israeliten vor ihrem Auszug aus Ägypten aßen.
    Das Lamm ernährt sich nur von Pflanzen, lebt also nicht auf Kosten anderer Tiere, sondern nur für die Menschen. Es gibt ihnen Wolle und Fleisch.
    Der Evangelist Johannes deutet Christus als Gottes Lamm, das für die Sünden der Menschen sterben musste. Er wurde unschuldig wie ein Lamm zur Schlachtbank geführt, am Kreuz geopfert.
  • Ostervogel
    Der Ostervogel ist ein fast vergessener Brauch. Man hängt einen aus einem ausgeblasenen Ei und Papier gebastelten Vogel auf. Der Vogel als Lebewesen in der Luft, auf der Erde und im Wasser. Der Ostervogel steht für die beschwingte Osterfreude, für ein beschwingtes Leben. Er ist aber auch deshalb ein Ostersymbol, weil er neues Leben verkörpert, das aus einem Ei schlüpft. In manchen Gegenden hat dieser Phantasievogel sehr viel Ähnlichkeit mit einer Taube; hier wird die nahe Beziehung zwischen Ostern und Pfingsten deutlich.
  • Osterhase
    Der Osterhase ist aus unserem Brauchtum nicht wegzudenken, er stammt aus heidnischer Vorzeit. Da er ein besonders fruchtbares Tier ist und somit neues Leben schenkt, gilt er als Frühlings- und Ostersymbol (1682 wurde er zum ersten Mal schriftlich als Ostereierbringer erwähnt).
    Der Hase gehörte in der Feudalzeit (ca. 10. -13. Jh.) zu den Abgaben an den Grundherrn zum Ostertermin.
    Die zu Ostern gebackenen Osterlämmer sahen bei ungeschickten Bäckern oft wie Hasen aus.
    Da der Hase keine Augenlider hat, 'schläft' er nicht. Deshalb wurde er zum Symbol der Auferstehung, da auch Christus im Tod nicht 'entschlief’.
    Er gilt auch als gehetztes Tier, das für den gehetzten und schwachen Menschen steht, der nach einem Grund des Glaubens sucht. Er symbolisiert die Heiden, die zu Ostern getauft wurden.

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