Sedisvakanz

Foto: Alessandro Bianchi (dpa)

Mit dem Wort Sedisvakanz wird die Zeit bezeichnet, in der das Amt des Papstes nicht besetzt ist. Es kommt aus dem Lateinischen und heißt wörtlich übersetzt "leerer Stuhl".

Der Zeitraum der Sedisvakanz beginnt mit dem Tod oder Amtsverzicht des Kirchenoberhaupts und endet mit der Wahl seines Nachfolgers; die Dauer hängt vor allem davon ab, wie lange die Kardinäle brauchen, um im Konklave einen neuen Papst zu wählen. So dauerte die Sedisvakanz im Jahr 2005 bis zur Wahl von Benedikt XVI. 17 Tage und war damit eine der kürzesten in der Kirchengeschichte.

Beim Tod oder Rücktritt des Papstes erlöschen alle leitenden Ämter der Kurie. Geleitet wird die Kirche in dieser Zeit vom Kardinalskollegium, das sich aus allen lebenden Kardinälen zusammensetzt. Die Leitung des Kollegiums hat der "Camerlengo" (Kämmerer) inne. Hauptaufgabe des Kardinalskollegiums ist die Vorbereitung und Durchführung der Wahl des neuen Papstes. Darüber hinaus kümmern sie sich um die Aufgaben, die nicht aufgeschoben werden können; sie haben aber nicht das Recht, von Päpsten erlassene Gesetze zu korrigieren oder zu ändern.

Weltweit kommt den Katholiken während der Sedisvakanz eine bedeutende Aufgabe zu: Sie sind angehalten, für eine rasche, einmütige und segensreiche Wahl des neuen Papsts zu beten. Damit ist dann die Zeit der Sedisvakanz beendet - der Stuhl ist wieder besetzt.

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